Fenoxycarb

weißes, kristallines Pulver
fest
53–54 °C
schwer löslich in Wasser: 6,0 mg·l−1
Achtung
16.800 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)
Fenoxycarb ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbamate. Die Verbindung ist ein breit wirksames Insektizid aus der Klasse der Entwicklungshemmer, welches von Maag (später Novartis) entwickelt und 1985 eingeführt wurde. Als Analogon des Juvenilhormons von Insekten hemmt es die Metamorphose zum Erwachsenenstadium (Imago) und stört die Häutung der Larven im Frühstadium.

Fenoxycarb kann durch Reaktion von p-Phenoxyphenol (p-Chlorphenol + Natriumphenolat) und 2-(Chlorethyl)-carbamidsäureethylester (2-Chlorethylamin + Chlorameisensäureethylester) gewonnen werden.
Fenoxycarb wird gegen den Fruchtschalenwickler, den Apfelwickler, den Pflaumenwickler, Miniermotten und den Traubenwickler eingesetzt.
Fenoxycarb ist in einigen Staaten der EU zugekassen, nicht jedoch in Deutschland und Österreich. In der Schweiz ist es für den Einsatz in Gewächshäusern zugelassen. Die Zulassung in Deutschland ist abgelaufen; das Aufbrauchende war der 30. Juni 2015.
Fenoxycarb ist für Säugetiere nur von geringer Giftigkeit und wird von der WHO als ungefährlich eingestuft, ist jedoch für Fische und Wirbellose toxisch. Die Halbwertszeit im Erdboden beträgt 84 Tage, unter Luftabschluss verlängert sie sich auf 136 Tage.