Johann Rickmers

Johann Rickmers, genannt Hans Rickmers (* 7. Mai 1881 in Bremen; † 28. November 1923 in München) war ein deutscher Putschist. Er wurde als einer der 16 getöteten Putschteilnehmer des gescheiterten Hitler-Putsches bekannt.
Rickmers entstammte der bekannten Bremer Reederfamilie Rickmers. Nach dem Schulbesuch war er als Eleve auf dem Gut Erpenbeck bei Lengerich in Westfalen tätig. Zwischenzeitlich gehörte er von 1902 bis 1904 dem 1. Leib-Husaren-Regiment (Totenkopfhusaren) an. Anschließend wurde Rickmers durch seine Heirat Rittergutsbesitzer auf Gut Vortlage bei Lengerich. Ab 1914 nahm er als Leutnant am Ersten Weltkrieg teil, zunächst im Osten (Kurland, Litauen und Galizien) und ab 1917 im Westen. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz und dem Hanseatenkreuz ausgezeichnet.
Nach 1918 engagierte Rickmers sich in der völkisch-nationalistischen Wehrverbandsbewegung. Er wurde Führer eines Bataillons des Freikorps Oberland. Sein Landhaus in Oberaltig bei Herrsching am Ammersee wurde zum Mittelpunkt einer Untergruppe der Oberländer, die dort ihre Zentrale und ihr Waffenlager einrichteten.
Im November 1923 beteiligte Rickmers sich mit dem Bund Oberland am gescheiterten Hitler-Putsch in München. In der Nacht vom 8. zum 9. November übernahm Rickmers’ Gruppe Oberalting die Torwache im Bürgerbräukeller als dem Hauptquartier der Putschisten. Am Mittag des 9. Novembers 1923 wurde Rickmers, dessen 5. Kompanie des Bundes Oberland an der Spitze des Demonstrationsmarsches der Putschisten zur Feldherrnhalle in der Münchener Innenstadt marschierte, bei einem Zusammenstoß der Putschisten mit der Landespolizei und einem Schusswechsel auf dem Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle schwer verletzt. Am 28. November erlag er seinen Verletzungen. Dreizehn weitere Putschisten und vier Polizisten starben ebenfalls auf dem Odeonsplatz.
Rickmers wurde auf der Gräberinsel von Haus Vortlage bei Lengerich begraben.
Adolf Hitler widmete im Vorwort den 16 getöteten Putschteilnehmern 1925 den ersten Band seines zweibändigen Buches Mein Kampf (alle 16 sind dort namentlich genannt). Nach der Machtergreifung des NS-Regimes 1933 wurde an der Feldherrnhalle in München eine Tafel mit den Namen der 16 angebracht, die von einer Ehrenwache der SS bewacht wurde. Jeder Passant, der an dieser Tafel vorbeikam, war verpflichtet, diese mit dem Hitlergruß zu ehren. 1935 wurden auf dem Königsplatz zwei „Ehrentempel“ als gemeinsame Grabanlage errichtet. Rickmers‘ Urne wurde nach München überführt und am Königsplatz beigesetzt. Bis 1945 inszenierten das NS-Regime und die NS-Propaganda einen Kult um die „Blutzeugen der Bewegung“.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden außerdem zahlreiche Straßen und Plätze in deutschen Städten nach Rickmers benannt, so die in Gelsenkirchen, Ibbenbüren, Münster, Recklinghausen, Lengerich, Johann-Rickmers-Straße in Danzig, 1935 die Rickmersstraße in Wuppertal und der Johann-Rickmers-Platz in München. Ferner gab es nach Rickmers benannte Schulen sowie in seiner Geburtsstadt Bremen im Bereich Schwachhausen/Horn eine NSDAP-Ortsgruppe, die seinen Namen trug. Am 9. November 1936 wurde im heutigen Rhododendronpark Bremen eine Gedenkstätte mit dem so genannten „Rickmers-Stein“ eingeweiht. Neben dem Hakenkreuz enthielt der Stein die Inschrift: „Rittmeister Hans Rickmers, geboren 7. Mai 1881, gefallen 9. November 1923 vor der Feldherrenhalle in München“. Das erste Teilstück des Parks wurde 1937 als Rickmers-Park eingeweiht. Auf Helgoland wurde er wegen der Herkunft seiner Familie besonders verehrt. 1934 wurde eine wichtige Uferbefestigung am Nordstrand im Unterland nach ihm Rickmers-Bollwerk benannt.
Die SA-Sturm 21 führte die Bezeichnung Sturm 21 Hans Rickmers.

Haus Wallstraße 45

Das Haus Wallstraße 45 ist ein seit 1985 unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkhaus in der historischen Altstadt von Bad Laasphe, das 1695 als Bürgerhaus der Barockzeit errichtet wurde. Über einem steinernen Erdgeschoss erheben sich zwei Fachwerkgeschosse.
Die Datierung beruht auf einem dendrochronologischen Gutachten aus dem Jahr 2014, in dem das Fälldatum eines zentralen Balkens im Winter 1694/95 ermittelt wurde.
Erster bekannter Besitzer der Parzelle war Martin Ditzrod.
Um 1640 erwarb der Schneider Matthias Hammer das Anwesen. 1667 wurde er zum Bürgermeister gewählt und saß damit auch im Stadtrat. Es ist unklar, ob hier schon seine ältesten Kinder Johannes (1641) und Anna Margarete (23. Juni 1644) geboren wurden. Sicher aber die jüngste Tochter Anna Katharina (19. Januar 1651), die jedoch schon im folgenden Jahr verstarb. Matthias Hammer selbst ist am 29. April 1694 gestorben.
Errichtet wurde das heutige Haus von seinem Sohn Johannes Hammer. Anlass dazu war vermutlich der Tod seines Vaters und die Übernahme des Besitzes. Johannes Hammer war Schneidermeister und hatte am 26. April 1668 Katharina Achenbach geheiratet (geb. 31. Dezember 1650). Das Ehepaar hatte acht Kinder, von denen der Schneider Johann Georg das Haus nach dem Tod des Vaters am 26. März 1713 übernommen hat.
50.9268338.408944Koordinaten: 50° 55′ 36,6″ N, 8° 24′ 32,2″ O

Sabal bermudana

Exemplar im botanischen Garten Huerto del Cura in Spanien
Sabal bermudana auch Bermuda-Palmetto genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Sabal innerhalb der Palmengewächse (Arecaceae). Sie kommt nur auf den Bermudas vor. Sie gilt als gefährdet, da sie in ihrer Heimat von der invasiven Pflanzenart Livistona-Palme aus ihrem Habitat verdrängt wird.

Sabal bermudana wächst als Palme und erreicht Wuchshöhen von 25 bis 30 Metern, bei einem maximalen Stammumfang von bis zu 55 Zentimetern. Diese Fächerpalme besitzt Wedeln, die bis zu 2 Meter lang sind. Jeder Wedel besteht aus 45 bis 60 Fächer-Blättchen, die bis zu 75 Zentimeter lang sind.
Zwischen den Blättern entwickeln sich rispige Blütenstände, die weiß-gelb und bis zu 2,5 Meter lang sind. Die etwa 1 Zentimeter lange, dunkel-braune bis schwarze Steinfrucht enthält jeweils einen Samen.
Es ist ein Endemit der Bermuda-Inseln. Sabal bermudana ist auf den Inseln unter dem Winde ein Neophyt. Sabal bermudana verträgt kurze Frostperioden von bis zu −14 °C und ist sehr salztolerant.
Der Pflanzensaft der Art wurde früher zur Produktion von „Bibby“, einem alkoholischen Getränk, verwendet. Im 17. Jahrhundert nutzte man die Wedel, um Dächer daraus zu machen.

Nyctographie

Die Nyctographie (deutsch: Nachtschrift) ist eine Form der Kurzschrift, die ein einfaches Alphabet verwendet, das aus Punkten und Strichen besteht, die innerhalb eines Quadrates angeordnet sind („Square Alphabet“). Laut dem Universal Wörterbuch aus dem 19. Jahrhundert Grand dictionnaire universel du XIXe siècle bedeutet nyctographie die Kunst des Schreibens, ohne zu sehen.
Das Alphabet der Kurzschrift wurde von dem Franzosen Julien Leroy am 30. Oktober 1815 veröffentlicht. Das Nyctographie-Alphabet wurde im November 1817 von der Société d’encouragement pour l’industrie nationale veröffentlicht.
Der bekannte britische Schriftsteller und Mathematiker Lewis Carroll entwickelte 1891 zu dieser Kurzschrift ein Schreibgerät, den Typhlograph, der auch Nyctograph genannt wurde, und eine Art Schablone zum Square Alphabet von Julien Leroy war. Die letzte Version des Nyctograph ist in Lewis Carroll Tagebuch von 24. September 1891 aufgezeichnet und war auch Gegenstand eines Schreibens an das „The Lady“-Magazin vom 29. Oktober 1891.
Im Jahre 2011 erschien eine Ausgabe des berühmten Kinderbuches von Lewis Carroll. „Alice im Wunderland“ ist in der einzigartigen Nyctographie geschrieben. Die Lewis Carroll Society of North America unter der Leitung von Alan Tannenbaum rekonstruierte 2005 den Nyctograph von Lewis Carroll.

Swiss Satellite Radio

Swiss Satellite Radio ist ein Schweizer Hörfunkanbieter und ein Tochterunternehmen des öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens SRG SSR. Swiss Satellite Radio sendet drei Radioprogramme, deren Namen sich entsprechend der Musikart unterscheiden: Radio Swiss Pop, Radio Swiss Classic und Radio Swiss Jazz. Es wurde 1998 gegründet und wird täglich von durchschnittlich 597’000 Hörern gehört. Produktionsleiterin ist Shenja Erismann.
SRF 1TV,hd • SRF zweiTV,hd • SRF infoTV • Radio SRF 1 • Radio SRF 2 Kultur • Radio SRF 3 • Radio SRF 4 News • Radio SRF Virus • Radio SRF Musikwelle
RTS UnTV,hd • RTS DeuxTV,hd • RTS InfoTV • La Première • Espace 2 • Couleur 3 • Option Musique
RSI LA 1TV,hd • RSI LA 2TV,hd • Rete Uno • Rete Due • Rete Tre
Televisiun Rumantscha • Radio Rumantsch
Radio Swiss Pop • Radio Swiss Classic • Radio Swiss Jazz
euronewsTV • 3satTV,hd • TV5 MondeTV
swissinfo • World Radio Switzerland • tvsvizzera.it
HD suisseTV • Radio Basel • Radio Beromünster • Radio Bern • Radio Lausanne • Radio Genève • Radio Zürich • Telefonrundspruch • Schweizer Radio International • Schweiz 4

Dominic Grieve

Dominic Charles Roberts Grieve QC (* 24. Mai 1956 in Lambeth, England) ist ein britischer Politiker der Conservative Party. Er war von Mai 2010 bis Juli 2014 Generalstaatsanwalt (Attorney General) für England und Wales sowie Generaladvokat (Advocate General) für Nordirland.
Der Sohn des langjährigen Unterhausabgeordneten Percy Grieve studierte nach dem Besuch der Westminster School Moderne Geschichte am Magdalen College der Universität Oxford. Während seines Studiums war er 1977 Vorsitzender der Konservativen Vereinigung an der Oxford University. Nach einem anschließenden postgradualem Studium der Rechtswissenschaft an der Polytechnic of Central London (PLC) erhielt er 1980 die Zulassung als Rechtsanwalt.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Anwalt begann er seine politische Laufbahn in der Kommunalpolitik als Ratsherr im London Borough of Hammersmith and Fulham. Darüber hinaus war er nicht nur von 1992 bis 1995 Vorsitzender des Forschungsausschusses der Gesellschaft der konservativen Anwälte (Society of Conservative Lawyers), sondern engagierte sich auch in der Church of England als Mitglied der Synode der Diözese London von 1994 bis 2000. Daneben war er Mitglied des Französisch-Britischen Rates und Gouverneur der Ditchley Foundation, einer Organisation zur Förderung der außenpolitischen Beziehungen, insbesondere zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten.
Bei den Wahlen 1997 wurde er als Kandidat der Conservative Party erstmals zum Mitglied des Unterhauses (House of Commons) gewählt und vertritt in diesem seitdem den Wahlkreis Beaconsfield. Während seiner Parlamentsmitgliedschaft befasste er sich mit den Themen Recht und Ordnung, Verfassungsrecht, Europäische Union, Verteidigungs-, Umwelt- und Außenpolitik.
Im Juni 1999 wurde er zum Sprecher der Konservativen für Schottland ernannt, ehe er im September 2001 Sprecher für Strafjustiz und Zusammenhalt des Gemeinwesens innerhalb des innenpolitischen Teams im Schattenkabinett. Im Anschluss war er von 2003 bis 2009 war er Generalstaatsanwalt des Schattenkabinetts und wurde zugleich vom Oppositionsführer David Cameron im Juni 2008 zum Schatten-Innenminister (Shadow Home Secretary) ernannt. Danach war er von Januar 2009 bis Mai 2010 Justizminister in Camerons Schattenkabinett und setzte damit seine Rolle innerhalb der konservativen Fraktion in den Politikfeldern Strafjustiz, Verfassungsangelegenheiten und ethnische Vielfalt weiter fort.
Nach seiner Wiederwahl zum Unterhausabgeordneten bei den Unterhauswahlen am 6. Mai 2010 mit 61 Prozent der Wählerstimmen wurde er am 11. Mai 2010 von Premierminister David Cameron zum Generalstaatsanwalt für England und Wales sowie Generaladvokat für Nordirland in dessen Regierung berufen und nimmt als solcher bei Bedarf an den Kabinettssitzungen teil. Grieve ist damit der Chefberater der Regierung in Rechtsfragen.
Grieves Ernennung war überraschend, zumal nicht er, sondern der ehemalige Schatzkanzler Kenneth Clarke Justizminister sowie Lordkanzler wurde. Allerdings wird Grieve als Vertreter der konservativen Traditionalisten in der Regierung angesehen, der insbesondere großes Ansehen bei Rechtsanwälten genießt.
Am 14. Juli 2014 erklärte er seinen Rücktritt.
David Cameron • Alun Cairns • Greg Clark • Michael Fallon • Michael Gove • Chris Grayling • Justine Greening • Dominic Grieve • Philip Hammond • Jeremy Hunt • Sajid Javid • David Jones • Andrew Lansley • Oliver Letwin • Francis Maude • Theresa May • Patrick McLoughlin • Nicky Morgan • David Mundell • George Osborne • Eric Pickles • Amber Rudd • Baroness Stowell • Lord Strathclyde • Elizabeth Truss • Theresa Villiers • John Whittingdale • David Willetts
Iain Duncan Smith • Liam Fox • Cheryl Gillan • Chris Huhne • David Laws • Maria Miller • Andrew Mitchell • Michael Moore • Caroline Spelman • Baroness Warsi • George Young • William Hague • Vince Cable • Nick Clegg • Danny Alexander • Alistair Carmichael • Owen Paterson • Edward Davey • Kenneth Clarke

Julie Hagerty

Julie Hagerty (* 15. Juni 1955 in Cincinnati, Ohio) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und ehemaliges Fotomodell.

Hagerty besuchte die Indian Hill High School in Cincinnati und wurde im Alter von 15 Jahren von der internationalen Modell-Agentur Ford Models unter Vertrag genommen. 1972 zog sie nach New York City, wo sie ihre Schauspielkarriere bei der Theatergruppe The Production Company ihres Bruders Michael begann. 1979 gab sie ihr Schauspieldebüt in einer Off-Broadway-Produktion von Mutual Benefit Life. Ihr Debüt am Broadway gab sie 1986 im Vivian Beaumont Theatre in einer Produktion von The House of Blue Leaves.
Ihr Debüt in einem Kinofilm gab Hagerty 1980 mit der Hauptrolle der Stewardess Elaine Dickinson in der Komödie Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug. Der Film war eine der finanziell erfolgreichsten Produktionen des Jahres 1980 und brachte ihr weitere Rollenangebote, vorwiegend in Komödien, ein. Woody Allen besetzte sie in einer Hauptrolle in Eine Sommernachts-Sexkomödie, und für Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff schlüpfte sie abermals in die Rolle der Elaine Dickinson. Erst nach dem Flop von Robert Altmans Filmkomödie Therapie zwecklos (1987) ebbte ihre Karriere ab.
Seit den 1990ern übernahm sie vorwiegend Nebenrollen in Kinofilmen oder trat in Fernsehfilmen und -serien auf. Für ihre schauspielerische Leistung in der Komödie Freddy Got Fingered wurde Hagerty im Jahr 2002 für die Goldene Himbeere nominiert. Hagerty war von 1986 bis 1991 mit Peter Burki verheiratet. Mit dem Versicherungsmagnaten und Theaterproduzenten Richard Kagan, mit dem sie inzwischen verheiratet ist, hat sie zwei Kinder.

Huang Taiji

Huáng Tàijí (chinesisch 皇太極, Pinyin Huáng Tàijí, auch Hungtaiji oder Abahai; Regierungsdevisen: 1627–1636 abkai sure, ᠠᠪᡴᠠᡳ ᠰᡠᡵᡝ, chinesisch 天聰, Pinyin Tiāncōng „Weisheit des Himmels“, 1636–1643 wesihun erdemungge ᠸᡝᠰᡳᡥᡠᠨ ᡝᡵᡩᡝᠮᡠᠩᡤᡝ, chinesisch 崇德, Pinyin Chóngdé „Erlauchte Tugend“; Tempelname: Tàizōng 太宗) (* 1592; † 21. September 1643) war der achte Sohn und Nachfolger Nurhacis. Er erweiterte das Mandschureich und starb kurz vor der Übernahme der Macht in Peking.
Zu seiner Zeit hatten wiederholte Missernten 1627/28 in China eine Hungersnot ausgelöst. Es kam zu Bauernaufständen, welche die Ming-Dynastie existenziell bedrohten. Hong Taiji nutzte sie, konsolidierte seine Macht in der Mandschurei bis an den Amur, gegenüber Korea, der Mongolei und stieß schon 1629 bis Peking vor.
Hong Taiji geriet auch in Konflikt mit dem mongolischen Nominalherrscher Ligdan Khan, als mehrere von dessen Stammesgruppen zu ihm überliefen. 1632–1634 wurden Ligdan Khan und seine Chaqar vertrieben, so dass Hong Taiji danach auch viele Mongolen hinter sich hatte. 1635 änderte Hong Taiji offiziell den Namen des Jurchen-Volkes in Mandschu um.
1641/42 waren die Ming von den Bauernaufständen des Li Zicheng (李自成)(1606–1645) und Zhang Xianzhong (1606–1647) so geschwächt, dass die Mandschu in Innerchina bis nach Shandong vorstoßen konnten, dabei 94 Städte eroberten bzw. zur Kapitulation zwangen und in 39 Gefechten siegreich blieben. Chinesen wie z.B. Hong Chengchou (洪承畴)(1593–1665) traten dabei zu ihnen über und halfen bei der Organisation des Staates.
Als Hong Taiji am 21. September 1643 verstarb, übernahmen seine Brüder Dorgon und Dsirgalang die Regierung für den sechsjährigen Kaiser Fulin (Shunzhi, 1643–1661, neunter Sohn Hong Taijis) und setzten seine Politik zielbewusst fort. Am 13. Mai 1644 setzte sich die Armee Dorgons nach Peking in Bewegung, das noch im gleichen Jahr besetzt wurde.

Friedrich Hilkenbäumer

Friedrich Hilkenbäumer (* 26. Februar 1909 in Dortmund; † 17. Juni 1976 in Bonn) war ein deutscher Obstbauwissenschaftler. Er lehrte seit 1951 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. Sein mehrfach aufgelegtes Lehr- und Handbuch über den Obstbau fand in Fachkreisen höchste Anerkennung.

Friedrich Hilkenbäumer studierte nach seiner Schulzeit und einer gärtnerischen Lehre an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin, wo er 1934 das Examen als Diplomgärtner ablegte. Anschließend wurde er Mitarbeiter bei Theodor Roemer an der Universität Halle (Saale), der damals seinem Institut für Acker- und Pflanzenbau eine Abteilung Obstbau angliederte. Im Jahr 1935 trat er der NSDAP bei. Hilkenbäumer war seit 1933 Mitglied im Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten und SA-Scharführer. Er wurde noch Mitglied im NS-Altherrenbund 1936 promovierte Hilkenbäumer an der Universität Berlin mit einer Dissertation über die Behebung des Keimverzugs bei Steinobstsamen. Als wissenschaftlicher Assistent Theodor Roemers arbeitete er u. a. über die Vermehrung von Obstunterlagen durch Wurzelstecklinge. 1938 übernahm er die Leitung der Obst-Versuchsstation Schraderhof in Groß-Ottersleben bei Magdeburg.
1942 habilitierte sich Hilkenbäumer an der Universität Halle mit einer Arbeit über die gegenseitige Beeinflussung von Unterlage und Edelreis unter verschiedenen Standortverhältnissen. 1943 wurde er Dozent für Obstbau an der Universität Halle und 1947 Ordinarius und Direktor des dort neuerrichteten Instituts für Obstbau. 1946 trat er in die SED ein. 1951 folgte er dem Ruf der Universität Bonn auf den neugeschaffenen Lehrstuhl für Obstbau (ab 1967: Institut für Obstbau und Gemüsebau). Hier wirkte er als ordentlicher Professor bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1976.
Die Breite der Forschungstätigkeit Hilkenbäumers ist gekennzeichnet durch Untersuchungen über Unterlagen und Sorten, über Baumschnitt, Verwendung niedriger Baumformen, Förderung des Schattenmorellenanbaus und Kühllagerung von Obst. Bei vielen seiner naturwissenschaftlich orientierten Arbeiten integrierte er auch betriebswirtschaftliche Fragen. Zu seinen vorrangigen Forschungszielen gehörte es, die Ergebnisse der Wissenschaft in enger Zusammenarbeit mit den Erfahrungen der Praktiker für den Erwerbsobstbau zu nutzen. Sein Rat als Obstbau-Experte war in der Bundesrepublik Deutschland und auch in den deutschsprachigen Nachbarländern begehrt. Durch Vorträge hat er vielen Praktikern konkrete Entscheidungshilfen für den Obstbau geben können.
Noch nachhaltiger war Hilkenbäumers Wirken als Buchautor. Vor allem mit seinem Lehr- und Handbuch „Obstbau. Grundlagen, Anbau und Betrieb“ (1944, vierte Auflage 1964) erwarb er sich in Fachkreisen höchstes Ansehen. Neben Büchern über die Kalkulation im Erwerbsobstbau (1958) und über die Obstlagerung (1962) schrieb er auch Übersichtsbeiträge in Handbüchern. Als didaktisch vorbildlich gilt auch heute noch die von ihm verfasste Schriftenreihe „Zweckmäßige Arbeitsweise im Obstbau „. In neun eigenständigen Heften vermittelt er hier konkrete Handlungsanweisungen für die obstbauliche Praxis. Die Hefte erschienen teilweise in mehreren Auflagen. Von dem erfolgreichsten Heft „Schnitt der Obstgehölze“ (Erstauflage 1950) erschien posthum 1998 noch eine 16. Auflage.
Hilkenbäumer war siebzehn Jahre lang verantwortlicher Herausgeber der Zeitschrift „Erwerbs-Obstbau „. Viele seiner experimentellen Ergebnisse hat er in dieser Fachzeitschrift veröffentlicht. Während seiner fünfundzwanzigjährigen Tätigkeit an der Universität Bonn führte er 63 Doktoranden zur Promotion.

Kanton Pointe-Noire

Der Kanton Pointe-Noire ist ein Kanton im französischen Département Guadeloupe. Er umfasst die Gemeinde Pointe-Noire.
Baie-Mahault-1 • Baie-Mahault-2 • Basse-Terre • Capesterre-Belle-Eau • Lamentin • Le Gosier • Le Moule • Les Abymes-1 • Les Abymes-2 • Les Abymes-3 • Marie-Galante • Morne-à-l’Eau • Petit-Bourg • Petit-Canal • Pointe-à-Pitre • Sainte-Anne • Sainte-Rose-1 • Sainte-Rose-2 • Saint-François • Trois-Rivières • Vieux-Habitants
Anse-Bertrand | Baie-Mahault | Basse-Terre-1 | Basse-Terre-2 | Bouillante | Capesterre-Belle-Eau-1 | Capesterre-Belle-Eau-2 | Capesterre-de-Marie-Galante | Gourbeyre | Goyave | Grand-Bourg | La Désirade | Lamentin | Le Gosier-1 | Le Gosier-2 | Le Moule-1 | Le Moule-2 | Les Abymes-1 | Les Abymes-2 | Les Abymes-3 | Les Abymes-4 | Les Abymes-5 | Les Saintes | Morne-à-l’Eau-1 | Morne-à-l’Eau-2 | Petit-Bourg | Petit-Canal | Pointe-à-Pitre-1 | Pointe-à-Pitre-2 | Pointe-à-Pitre-3 | Pointe-Noire | Saint-Claude | Sainte-Anne-1 | Sainte-Anne-2 | Sainte-Rose-1 | Sainte-Rose-2 | Saint-François | Saint-Louis | Trois-Rivières | Vieux-Habitants