Wolf von Bettendorf

Wolf von Bettendorf (* 1490, † 16. Maijul./ 27. Maigreg. 1555 in Groß-Umstadt) war kurpfälzischer Oberamtmann im Oberamt Otzberg und im halben Umstadt.

Wolf von Bettendorf stammte aus dem Geschlecht von Bettendorf. Er war das zehnte Kind des Philipp von Bettendorf (1446) und dessen zweiter Frau Noppurga (Notburga) von Westerstetten.
Sein Neffe Dietrich von Bettendorf regierte ab 1552 als Fürstbischof von Worms. Dessen Bruder Philipp heiratete in zweiter Ehe Veronika von Venningen, Tochter des langjährigen kurpfälzischen Kanzlers Florenz von Venningen (1466–1538) und Nichte der Äbtissin Margaretha von Venningen († 1505).
Wolf von Bettendorf war zweimal (1530 und 1547) Oberamtmann der Kurpfalz im Kondominat Umstadt und im Oberamt Otzberg.
Er heiratete Margaretha Brackin von Klingen, die Tochter des Konrad Brack von Klingen und der Maria von Kronberg. Aus dieser Ehe gingen neun Kinder hervor.
Wolfs Enkel und Sohn Johannes von Bettendorfs, der kurpfälzische Rat und Stallmeister, Johann (Hans) Christoph von Bettendorf († 15. Juli 1602) wurde zusammen mit seiner Ehefrau Maria Ursula Hafnerin von Waslenheim (Tochter des Wolfgang Haffner von Waslenheim und der Margaretha Hüffel; † 23. Februar 1605) und deren Sohn Johann Jakob († 12. Mai 1601) in der Vorhalle der Stiftskirche St. Peter und Alexander in Aschaffenburg beigesetzt.
Zwei Grabepitaphe aus gelb- bis rötlichem Sandstein befinden sich in der Stadtkirche von Groß-Umstadt: Der Grabstein des Wolf von Bettendorf († 1554) und ein Fragment seiner im gleichen Jahr verstorbenen Tochter Lucia von Bettendorf († 1554), geborene Landschad von Steinach.
Der Epitaph Wolfs umfasst folgenden Text:
„ANNO CHRISTI MDLV AM XVI. TAGE DES MAIEN STARBEDER EDEL VND EHRENFEST WOLFF VON BETTE NDORFF AMBTMANN ZU OTZBERG D(em) G(ott) G(nad)“

Museum im Ursula-Stift und Schmiede am Stift

Mit dem Museum im Ursula-Stift beherbergt Gussenstadt das älteste Museum seiner Art in Württemberg, welches im Jahre 1911 durch Dr. phil. h.c. Georg Thierer, Verfasser der zweibändigen Ortschronik von Gussenstadt, in dem von seinem Bruder Valentin Thierer gestifteten Gemeindehaus eingerichtet wurde.
Die Ausstellungsfläche der ständigen Ausstellung umfasst 280 m², welche auf sieben Räume verteilt sind. Der 1911 eingerichtete erste Museumsraum ist fast original erhalten und wird von Fachleuten heute schon als Museum im Museum dargestellt. Die Dokumentation der Lebensverhältnisse auf der Heidenheimer Alb in der Vergangenheit mit Trachten, Stuben- und Kammereinrichtungen, Gebrauchsgegenständen aus Haus und Hof, dazu Ofenplatten, Lampen und Leuchten sowie Zeugnisse evangelischer Frömmigkeit – Bibeln, Gebetbücher und Erinnerungsbilder an Stationen des Lebenslaufs, von der Geburt bis zum Tod –, geben Einblick in die ländliche Wohnkultur des 18. bis 20. Jahrhunderts.
Weitere Schwerpunkte sind:
Jährlich finden Sonderausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen in der zum Museum gehörenden Jakobshalle statt, passend zum Thema wird für Groß und Klein jeweils ein entsprechendes Programm angeboten.
48.641189.95754Koordinaten: 48° 38′ 28″ N, 9° 57′ 27″ O

Robert Barta

Robert Barta (* 25. Mai 1975 in Prag) ist ein tschechischer Objekt- und Installationskünstler.

Barta studierte von 1998 bis 2005 an der Kunstakademie München und von 2002 bis 2003 am San Francisco Art Institute. 2002 bis 2004 erhielt er ein Stipendium vom Cusanuswerk Bonn. Eine weitere Förderung wurde ihm 2004 von der Steiner-Stiftung München zuteil. 2006 war er einer von drei jungen Künstlern, die für die jurierte Debutanten-Ausstellung der BBK München ausgewählt wurden. 2007 fand seine erste Ausstellung in Berlin statt. Er erhielt zahlreiche Einladungen zu kuratierten Ausstellungen vorwiegend in Deutschland. Für die Rohkunstbau XVI. in Potsdam kreierte er eine Tür, hinter der ein Klopfgeräusch zu hören war, so als ob jemand eingesperrt wäre. Als dritter von fünf Künstlern des Projekts „Reality looks back on me“ für Künstler im Alter zwischen 30 und 45 Jahren stellte er 2010 im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern aus. Dabei wurden Arbeiten ausgewählt, die sich mit Feedback-Phänomenen befassen.
Robert Bartas Werk irritiert. Anfangs banal wirkende Objekte erweisen sich beim näheren Hinsehen als absurd oder enthalten zumindest eine verblüffende Wendung. Zusammenhänge werden verkehrt, Größenbeziehungen vertauscht. Dieser Eindruck wird zudem durch die Bildtitel verstärkt. Eines seiner Werke Mal besteht – in Anlehnung an Duchamps Fontäne – aus einem Urinal. Bartas Fontäne pinkelt zurück, und trägt den Titel „Don’t piss on your legs“. In seiner ersten Ausstellung in Berlin in der Galerie Mertens im Jahr 2007 zeigte Barta Jeans, die im Rahmen an der Wand hängen und deren Hosentaschen falsch herum aufgenäht sind. Der Titel dieses Werkes ist „never lost anything“.
Marc Wellmann schreibt im Ausstellungskatalog Romantische Maschinen. Kinetische Kunst der Gegenwart über den Künstler: „Die Arbeiten des 1975 in Prag geborenen und in SanFrancisco und München ausgebildeten Künstlers Robert Barta irritieren auf virtuose Weise die (vermeintlichen) Gewissheiten des alltäglichen Lebens. Das beginnt schon mit der Sprache, die wir gemeinhin als praktikables Medium zur reibungslosen Übermittlung von Informationen ansehen.“
Barta lebt in München und Berlin.

Héder

Die von Héder waren ein Adelsgeschlecht in Ungarn im Hochmittelalter. Die beiden Hauptlinien des Geschlechts waren die Herren von Güns (von Heder) teilweise auch nur die „Güssinger“ genannt und die Héderváry. Diese beiden Linien beherrschten gegen Ende des 13. Jahrhunderts den Großteil des westungarischen Grenzraumes und Teile Slawoniens sowie der Slowakei.

Das Geschlecht derer von Heder geht auf die Brüder Wolfer (auch Wolfger oder Walferus genannt) und Heidrich (Heinrich) zurück. Über Herkunft und erste Niederlassung des Geschlechtes gibt es keine Urkunden. Nach der Chronik Gesta Hungarorum kamen die Brüder im 12. Jahrhundert nach Ungarn, um König Géza II. ihre Dienste anzubieten. Wolfer erhielt Güssing und Umgebung. Er ließ auf dem Güssinger Berg 1157 die hölzerne Burg Güssing und ein Benediktinerkloster errichten. Heidrich wurden Besitzungen um Győr zugewiesen. Heidrich wurde 1158 als „comes curiae“ bezeichnet, von 1162 bis 1164 war er ungarischer Palatin.
Wolfer wurde der Ahnherr der Herren von Güns (von Heder) und Heidrich Ahnherr des Geschlechts der Héderváry.
→ Hauptartikel: Herren von Güns
Die Herren von Güns (von Heder) gelangten zu erheblichem Einfluss im Gebiet das grob mit den Flüssen Donau, Save und der heutigen Grenze zwischen den österreichischen Ländern Steiermark und Burgenland umrissen werden kann. In diesem Raum besaßen sie eine Vielzahl von Burgen und dementsprechend war ihre militärische Bedeutung groß.
Die Herren von Güns bekleideten hohe Ämter. Es waren Palatine und Gespane, Bane und Woiwoden unter den Familienmitgliedern. Sie verstanden es mit einer „Schaukelpolitik“, bei der sie (oft in kurzer Zeit) wechselnd den ungarischen, österreichischen und böhmischen Herrschern huldigten, ihre Macht auszubauen und gehörten zu den einflussreichsten und für den König oft gefährlichen Geschlechtern Ungarns ihrer Zeit.
Auseinandersetzungen kriegerischer (zum Beispiel Güssinger Fehde) und politischer Natur beendeten schließlich ihre Macht zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Die Günser Herren wurden in das Innere Ungarns abgedrängt oder gingen im niederösterreichischen Adel auf.
Graf Héder wurde 1146 Gespan, zwischen 1150 und 1157 war er Hofrichter Gezas II., später wurde er der Palatin von König Istvan III. In seiner Zeit als Hofrichter erbaute er wahrscheinlich Burg Héder, die im nordöstlichen Teil der heutigen Burg Güssing lag. Diese Burg blieb jahrhundertelang hindurch im Besitz der Familie von Héder. Der Burgherr wird in einem Dokument von 1395 namentlich erwähnt: „Burg des Magister Johannes, Sohn des Hederich von Hedehuara“. Die Burg wurde jedoch um 1180 von König Bela III. Wolfgers Sohn Aenz entzogen, weil sie gegen die Steiermark als strategisch wertvoll galt. Das Kloster wurde wieder aufgelöst.
Die Familie Héderváry erwarb ausgedehnte Besitzungen in den Komitaten Neutra, Komorn, Eisenburg, Somogy, Tolna, Wieselburg, Ödenburg, Raab sowie in Slawonien. Das Geschlecht der Héderváry ist in der männlichen Abstammungslinie bereits erloschen.

Franz Xaver Frey

Franz Xaver Frey (* 22. Mai 1928 in Nettershausen; † 18. November 1987 in Bobingen) war ein deutscher Jurist und Kommunalpolitiker (CSU).
Frey studierte Rechtswissenschaften an der Universität Erlangen und promovierte 1954 zum Dr. jur.
Von 1957 bis zur Gemeindegebietsreform 1972 war er Landrat des damals selbstständigen Landkreises Schwabmünchen. In seiner Amtszeit wurden die Krankenhäuser Bobingen und Schwabmünchen errichtet.
Von 1972 bis zu seinem Tod war er Landrat des Landkreises Augsburg. Unter seiner Führung wurde das Zentralklinikum Augsburg fertiggestellt. 1978 wurde er Senator im Bayerischen Senat und Vorsitzender des Landkreisverbands Bayern, 1981 wurde er Vizepräsident des Deutschen Landkreistags. Auch diese Ämter übte Frey bis zu seinem Tode aus.
Zu seinem Nachfolger als Landrat wurde bei der Kommunalwahl 1988 Karl Vogele gewählt.
Josef Hamberger (1946–1948) | Albert Kaifer (1948–1962) | Fritz Wiesenthal (1962–1972) | Franz Xaver Frey (1972–1987) | Karl Vogele (1988–2008) | Martin Sailer (seit 2008)

The Priceline Group

The Priceline Group ist ein amerikanisches Unternehmen mit Hauptsitz in Norwalk im US-Bundesstaat Connecticut. Das Unternehmen betreibt Online-Reiseportale.

The Priceline Group hat 6 Marken:
1997 veröffentlicht Jay Walker die Seite Priceline.com. 2 Jahre später erfolgt der Gang an die Börse. Der Gründer Jay Walker verlässt im Jahr 2000 das Leitungsgremium. 2001 erwirtschaftet Priceline.com erstmals Gewinne. ActiveHotels.com wird 2004 übernommen. 2005 wird Booking.com erworben und mit ActiveHotels.com kombiniert. 2 Jahre später wird die asiatische Hotelsuchmaschine Agoda.com übernommen. 2009 erfolgt die Aufnahme in den S&P 500. Im Jahr 2010 wird Priceline die weltweit größte Hotelsuchmaschine. Das heute Rentalcars.com genannte Mietwagenportal wird 2010 als TravelJigsaw erworben. 2013 wird das Reiseportal Kayak übernommen. Ein Jahr später erfolgt die Umbenennung in The Priceline Group sowie die Übernahme des Restaurantportals OpenTable.
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Nonadecansäure

farblose Blättchen
fest
1,225 g·cm−3 (25 °C)
106,5 °C
357,1 °C
Achtung
Die Nonadecansäure ist eine gesättigte langkettige Fettsäure mit ungeradzahliger Kohlenstoffzahl und gehört zur Stoffgruppe der Alkansäuren. Ihre Salze und Ester heißen Nonadecanoate.

Wie die meisten langkettigen Fettsäuren mit ungerader Kohlenstoffzahl kommt Nonadecansäure in der Natur nur selten und in geringer Konzentration vor.
Aus natürlichen Quellen wurde sie zunächst nur aus dem Fett der Rindernieren isoliert.
Jüngere Arbeiten finden Nonadecansäure auch in höheren Pflanzen, so etwa zu 9,95 % der Gesamtfettsäuren in den grünen Teilen von Dill (Anethum graveolens), sowie in einer Rotalge (Hypnea musciformis).
Auch Mikroorganismen bilden Nonadecansäure, so z. B. Streptomyces scabiei subsp. chosunensis.
Zusätzlich hat sie in der Insektenwelt für Termiten eine Bedeutung: Die Soldaten der Termitenart Rhinotermes marginalis verwenden unter anderem Nonadecansäure in ihrem Verteidigungssekret.
Nonadecansäure kann durch Oxidation von 1-Eicosen mit Kaliumpermanganat hergestellt werden.
Ebenso wie andere ungeradzahlige Fettsäuren, wird auch Nonadecansäure bei Vitamin-B12-Mangel vermehrt angesammelt.
Diese Fettsäure wirkt auch gegen einige menschliche Krebszellen als Zellgift.
Wegen ihrer Seltenheit und ihres geringen Vorkommens in biologischem Material wird sie – wie auch Tridecansäure und Heneicosansäure – in der gaschromatographischen Analyse von Fettsäuren häufig als interner Standard eingesetzt.
Ameisensäure | Essigsäure | Propionsäure | Buttersäure | Valeriansäure | Capronsäure | Önanthsäure | Caprylsäure | Pelargonsäure | Caprinsäure | Undecansäure | Laurinsäure | Tridecansäure | Myristinsäure | Pentadecansäure | Palmitinsäure | Margarinsäure | Stearinsäure | Nonadecansäure | Arachinsäure | Heneicosansäure | Behensäure | Tricosansäure | Lignocerinsäure | Pentacosansäure | Cerotinsäure | Heptacosansäure | Montansäure | Nonacosansäure | Melissinsäure | Laccersäure | Geddinsäure

Real Time 4WD

Real Time 4WD (deutsch: Echtzeit-Allradantrieb) wurde von Honda entwickelt und bezeichnet eine Technik für den Allradbetrieb eines Autos.
Dieses Allradsystem zählt zu den sich automatisch zuschaltenden Systemen. Bei guter Traktion werden nur die Vorderräder angetrieben. Sobald diese eine höhere Drehzahl aufweisen als die Hinterräder (z. B. beim Fahren auf Schnee oder beim Anfahren auf regennasser Straße) wird Drehmoment zu den Hinterrädern übertragen. Gleichen sich die Drehzahlen von Vorderrädern und Hinterrädern wieder an, wird die Kraftübertragung zur Hinterachse graduell wieder abgebaut.

Das Real Time 4WD kam 1989 erstmals in Europa auf den Markt; damals im Honda Civic Shuttle EE4 facelift, und ab 1996 im CR-V. Honda entwickelte dieses Allradsystem nicht für eine gute Geländegängigkeit der Autos, sondern um die Sicherheit der Insassen zu steigern.
Die wichtigsten Komponenten des Systems sind zwei in das Hinterachsgetriebe eingebaute Ölpumpen („Dual Pump“), die über einen Hydraulikkreislauf miteinander verbunden sind. Eine der Pumpen ist über die Kardanwelle mit der Vorderachse, die andere mit der Hinterachse verbunden. Diese Pumpen erzeugen einen Druck proportional zur Umdrehungszahl der jeweiligen Achse. Im Normalbetrieb (Vorderräder werden angetrieben) drehen sich Vorder- und Hinterräder annähernd gleich schnell. Dadurch arbeiten beide Pumpen mit gleicher Pumpleistung und das Hydrauliköl zirkuliert drucklos zwischen ihnen.
Falls die Vorderräder aus irgendeinem Grund eine höhere Drehzahl aufweisen als die Hinterräder, arbeitet die mit der Vorderachse verbundene Pumpe mit einer höheren Pumpleistung als die mit der Hinterachse verbundene. Weil diese Pumpe weniger Hydrauliköl wegpumpt als ihr von der anderen Pumpe zugeführt wird baut sich im Hydrauliksystem Druck auf. Dieser Druck wirkt über einen Druckzylinder auf eine Lamellenkupplung (spätere Versionen: Klauenkupplung) und schließt diese. Dadurch gelangt nun Drehmoment auf die Hinterräder. Je größer die Drehzahldifferenz zwischen Vorder- und Hinterachse, desto größer ist die an die Hinterräder übertragene Antriebskraft.
Das Real Time 4WD-System ist (durch den Gebrauch von Ventilen) so konzipiert, dass es auch bei Rückwärtsfahrt funktioniert. Je ein Überdruck- und ein Übertemperaturventil schützen das System in extremen Situationen vor Beschädigungen.
Das „Dual-Pump“-System wurde 2005 durch eine mechanische Kupplung ergänzt, die sich unverzüglich zuschaltet, falls eines der Vorderräder durchdreht. Durch diese Verbesserung konnte Honda die Fahrleistung beim Anfahren, an Steigungen und beim Beschleunigen verbessern.
INTRAC steht für INnovative TRAction Control (dt.: Innovative Traktions-Kontrolle) und wurde von Honda entwickelt, da die für die Kraftübertragung genutzte Lamellenkupplung des Real Time 4WD die Wirkung des ABS verhinderte. Aus diesem Grund wurde ein Differential entwickelt, das diesen Missstand behob. Im Gehäuse des Differentials befinden sich zwei Visco-Kupplungen (für die Kraftübertragung an die Räder) und eine elektrische vom ABS kontrollierte Klauenkupplung. Die Klauenkupplung sorgt dafür, dass bei einsetzender Blockade der gebremsten Räder der Hinterradantrieb abgekuppelt wird. Damit kann das ABS seiner Tätigkeit (Verhinderung des Radblockierens) nachgehen. Jedem Hinterrad ist je eine Visco-Kupplung zugehörig, welche den Antrieb des Rades übernimmt.
Vorhanden ist Real Time 4WD in folgenden Modellen:

Johann Georg Steigerthal

Johann Georg Steigerthal (* 2. Februar 1666 in Nienburg; † 27. Juni 1740 in Hannover) war der Leibarzt Georgs I. von England und Mitglied der Royal Society of London.

Steigerthal war ein Sohn des Stadtpredigers und späteren Superintendenten von Nienburg, Johann Georg Steigerthal senior, und dessen Ehefrau Catharina Ursula, geb. Wessling. Er studierte ab 1684 in Helmstedt, ab 1688 in Leiden und ab 1689 in Utrecht Medizin, promovierte 1690 und wurde 1703 Professor der Medizin an der Universität von Helmstedt. Ab 1715 war er Hof- und Leibmedicus in Hannover. Ferner leitete er das Gesundheitswesen im Kurfürstentum Hannover. 1732 wurde er zum Hofrat ernannt.
Steigerthal verfasste die erste Beschreibung des Steinkindes von Leinzell.
Sir Hans Sloane, der Präsident der Royal Society, beauftragte Steigerthal, als dieser sich 1723 mit Georg I. in Bad Pyrmont aufhielt, nach Lemgo zu fahren und Engelbert Kaempfers ostasiatische Sammlung aufzukaufen. So gelangte sie ins Britische Museum.
Um 1730 entdeckte Steigerthal in Linden, heute ein Stadtteil von Hannover, eine Erdölquelle. Seit 1927 ist dort eine Straße nach ihm benannt. Im Jahr 1732 berichtet Steigerthal als einer der ersten über erfolgreiche Pockenimpfungen in England.

Franz Xaver Witt

Franz Xaver Witt (* 9. Februar 1834 in Walderbach; † 2. Dezember 1888 in Landshut) war ein deutscher Kirchenmusiker.

Witt wurde als ältester Sohn des Lehrers Johann Baptist Witt in Walderbach geboren. Nach dem Abitur studierte Witt am Lyceum Regensburg Theologie und Philosophie. 1856 wurde er zum Priester geweiht, 1859 als Lehrer für Choralgesang, Homiletik und Katechetik ans Klerikalseminar Regensburg berufen.
Mit der 1865 erschienenen Schrift Der Zustand der katholischen Kirchenmusik wandte er sich gegen die vielfachen kirchenmusikalischen Missstände seiner Zeit und wurde durch die Herausgabe der „Fliegenden Blätter für Kirchenmusik“ (ab 1. Januar 1866), der heute noch bestehenden „Musica Sacra“ (gegründet am 1. Januar 1868) und seine programmatische Rede auf der Katholikenversammlung in Innsbruck zum Wortführer der sich hauptsächlich in und um Regensburg bildenden Reformbewegung.
Diese Bewegung organisierte sich in einem von Witt am 1. September 1868 in Bamberg gegründeten Verein für katholische Kirchenmusik, dem Caecilienverein, dem Witt 20 Jahre mit kurzer Unterbrechung als Generalpräses vorstand.
In Walderbach sind eine Straße, eine Volksschule und das Rathaus nach ihm benannt.