Earle Combs

Earle Bryan Combs (* 14. Mai 1899 in Pebworth, Kentucky; † 21. Juli 1976 in Richmond, Kentucky) war ein US-amerikanischer Baseballspieler in der Major League Baseball. Sein Spitzname war The Kentucky Colonel.
Bis zum Jahre 1924 verlief die Karriere von Combs in den Minor Leagues, hauptsächlich in seinem Heimatstaat Kentucky. Dann folgte der Aufstieg in die Major League bei den New York Yankees, dem einzigen MLB-Team seiner Karriere. Ab 1925 zeigte Combs außergewöhnlich erfolgreiche Leistungen, kam aber neben den absoluten Superstars wie Babe Ruth oder Lou Gehrig nicht in das Rampenlicht. 1927 führte er die American League mit 231 Hits an, dieser Teamrekord hatte Bestand, bis Don Mattingly ihn 1986 übertreffen konnte. Auch auf seiner Verteidigerposition im Centerfield waren seine Leistungen hervorragend.
Nach einem Schädelbruch, den er sich bei einer Kollision mit dem Außenfeldzaun 1934 zugezogen hatte, endete seine Karriere bereits im Alter von 36 Jahren. 1935 versuchte er noch ein Comeback, aber im Wissen, dass die Yankees für die nächste Saison mit Joe DiMaggio planten, beendete er seine Spielerkarriere endgültig.
Combs übernahm Coaching-Aufgaben bei den Yankees, später auch bei den St. Louis Browns, Philadelphia Phillies und den Boston Red Sox.
Das Veterans Committee wählte Combs 1970 in die Baseball Hall of Fame.

Fenoxycarb

weißes, kristallines Pulver
fest
53–54 °C
schwer löslich in Wasser: 6,0 mg·l−1
Achtung
16.800 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)
Fenoxycarb ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbamate. Die Verbindung ist ein breit wirksames Insektizid aus der Klasse der Entwicklungshemmer, welches von Maag (später Novartis) entwickelt und 1985 eingeführt wurde. Als Analogon des Juvenilhormons von Insekten hemmt es die Metamorphose zum Erwachsenenstadium (Imago) und stört die Häutung der Larven im Frühstadium.

Fenoxycarb kann durch Reaktion von p-Phenoxyphenol (p-Chlorphenol + Natriumphenolat) und 2-(Chlorethyl)-carbamidsäureethylester (2-Chlorethylamin + Chlorameisensäureethylester) gewonnen werden.
Fenoxycarb wird gegen den Fruchtschalenwickler, den Apfelwickler, den Pflaumenwickler, Miniermotten und den Traubenwickler eingesetzt.
Fenoxycarb ist in einigen Staaten der EU zugekassen, nicht jedoch in Deutschland und Österreich. In der Schweiz ist es für den Einsatz in Gewächshäusern zugelassen. Die Zulassung in Deutschland ist abgelaufen; das Aufbrauchende war der 30. Juni 2015.
Fenoxycarb ist für Säugetiere nur von geringer Giftigkeit und wird von der WHO als ungefährlich eingestuft, ist jedoch für Fische und Wirbellose toxisch. Die Halbwertszeit im Erdboden beträgt 84 Tage, unter Luftabschluss verlängert sie sich auf 136 Tage.

Burg Neamț

p3
Straße und Zugangsrampe zur Festung
Burg Neamț (rumänisch Cetatea Neamț or Cetatea Neamțului) ist eine mittelalterliche Festung in der Stadt Târgu Neamț im Nordosten von Rumänien. Sie wurde im 14. Jahrhundert im Fürstentum Moldau während der Regierungszeit von Petru I. Mușat von Moldavien errichtet und im 15. Jahrhundert erweitert. Die Burg hatte eine Schlüsselrolle im Verteidigungssystem Stefans des Großen, zusammen mit Suceava, Festung Chotyn, Soroca, Orhei, Bender, Kilija und Weißenburg.

Aus Mangel an zuverlässigen Informationen über die Ursprünge der Burg Neamţ existieren mehrere Hypothesen, deren Verlässlichkeit oft in Frage gestellt wurde. Einige Historiker und Philologen, wie A.D. Xenopol, B.P. Hasdeu, D. Onciul ziehen in Betracht, dass – entsprechend der päpstlichen Bulle von 1232 – der Deutsche Orden aus dem Burzenland zwischen 1211 und 1225 auf der Ostseite der Karpaten ein castrum muntissimum errichtete, das später als diese Burg identifiziert wurde. Die deutsche (oder Sachsen-)Hypothese wurde von vielen rumänischen Historikern übernommen.
Die Festung liegt am unteren Hang des mit dichtem Eichenwald bedeckten, 525 Meter hohen Pleșu-Hügels. Der kurze Aufstieg auf einer Asphaltstraße beginnt etwa einen Kilometer westlich der zentralen Kreuzung von Târgu Neamț und führt durch eine touristische Infrastruktur mit Hotels und Restaurants. Der Fluss Neamț fließt parallel zum Hügel in südöstliche Richtung rund 600 Meter an der Festung vorbei. Der Hügel bildet den östlichen Zipfel eines zum Nationalpark Vânători-Neamț gehörenden geschlossenen Waldgebiets.
Fürst Petru I. Mușat (reg. 1375–1391) ließ um 1380 die Festung mit 3 Meter dicken und 12 bis 15 Meter hohen Mauern errichten. Die Blütezeit begann mit Ștefan cel Mare in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Mauern wurden erhöht, um vier Bastionen verstärkt und gegen die Hangseite im Norden und Nordosten durch einen tiefen Graben zusätzlich gesichert. Aus dieser Zeit stammt der über elf gemauerte Pfeiler führende Brückenzugang.
Eingang
Innenhof
Rückseite
Blick nach Norden

Gold(III)-fluorid

hexagonal
P6122 (Nr. 178)
a = 515,08 pm c = 1626,369 pm
Goldtrifluorid
orange-gelber Feststoff
fest
6,75 g·cm−3
300 °C (Sublimation)
Gold(III)-fluorid ist eine anorganische chemische Verbindung des Golds aus der Gruppe der Fluoride.

Gold(III)-fluorid kann durch Pyrolyse von Gold(V)-fluorid bei 200 °C oder durch Fluorierung von Gold(III)-chlorid gewonnen werden.
Es kann auch durch Fluorierung von Gold mit Brom(III)-fluorid dargestellt werden.
Gold(III)-fluorid ist ein diamagnetischer orange-gelber Feststoff. Er zersetzt sich bei 500 °C. Seine Kristallstruktur ist isotyp zu der von Silber(III)-fluorid (hexagonal, Raumgruppe P6122 (Raumgruppen-Nr. 178), und ist aus quadratisch-planaren AuF4 Einheiten aufgebaut. Jede AuF4-Einheit ist dabei mit zwei anderen Einheiten verbunden, so dass sich spiralförmige Ketten ergeben.
Mit Fluoridionen bildet Gold(III)-fluorid Fluoroaurate(III) [AuF4]− und [Au2F7]−. Das [AuF4]−-Ion kommt auch im Gold(II)-fluorid Au3F8 (Gold(II)-bis-tetrafluoroaurat(III)) vor.
Gold(III)-fluorid kann zur Herstellung von Goldaziden verwendet werden.
Gold(I)-Verbindungen: Gold(I)-chlorid | Gold(I)-bromid | Gold(I)-iodid
Gold(III)-Verbindungen: Gold(III)-fluorid | Gold(III)-chlorid | Gold(III)-bromid | Gold(III)-iodid
Andere Goldverbindungen: Gold(I,III)-chlorid | Gold(I,III)-fluorid | Gold(V)-fluorid

Albert Schewketowitsch Selimow

Boxen
Albert Schewketowitsch Selimow (lesgisch Сели́мов Шевке́тан хва Альбе́рт / Selimow Schewketan chwa Albert, russisch Альберт Шевкетович Селимов, aserbaidschanisch Albert Səlimov; * 5. April 1986 in Kaspijsk, Dagestanische ASSR, Sowjetunion) ist ein ehemals russischer, jetzt aserbaidschanischer Boxer aus dem Volk der Lesgier.

Albert Selimow stammt aus der russischen Teilrepublik Dagestan. Er begann als Jugendlicher mit dem Boxen und lebt und trainiert in Machatschkala. Sein dortiger Trainer ist Nuripascha Talibow. Albert Selimow ist Rechtsausleger, verfügt über eine ausgezeichnete Technik und Schlaghärte.
Im Jahr 2004 wurde er russischer Juniorenmeister im Bantamgewicht und wurde bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Jeju/Südkorea in dieser Gewichtsklasse eingesetzt. Er gewann dort seinen ersten Kampf gegen den Bulgaren Saigan Sabri nach Punkten, verlor aber schon in der nächsten Runde in einem von viel Taktik geprägten Gefecht gegen den Türken Serdar Avcı mit 2:5 Punkten und schied unplatziert aus.
2005 startete er erstmals bei den russischen Meisterschaften der Senioren im Federgewicht. Er kam dort bis in das Finale, in dem er gegen den erfahreneren Sergei Ignatiew nach Punkten verlor. Im gleichen Jahr gewann er dann das gut besetzte Multi-Nations-Tournament in Ballybunion/Irland mit Siegen über Jason Hastie, Schottland, Bashir Hassan, Schweden und Marcel Herfurth, Deutschland.
Bei den russischen Meisterschaften 2006 wurde Albert Selimow mit einem Abbruchsieg in der zweiten Runde über Afanassi Poskatschin erstmals russischer Meister im Federgewicht. In dieser Gewichtsklasse war er auch bei der Europameisterschaft in Plowdiw am Start. Er gewann dort in überzeugender Manier den Europameistertitel. Er erzielte auf dem Weg zu diesem Erfolg folgende Siege: Abbruchsieg in der zweiten Runde über Sandor Racz, Ungarn, Abbruchsieg in der zweiten Runde über Edgar Manukjan, Armenien, Abbruchsieg in der zweiten Runde über Stephan Smith, England und Punktsieg über Sahin Imranow, Aserbaidschan. Beim Weltcup in Baku, der im Herbst des Jahres 2006 stattfand, siegte er dann auch noch gegen Yie Longwang aus China und Dimitri Bulenkow aus der Ukraine, musste aber gegen Yuriorkis Gamboa aus Kuba eine Abbruch-Niederlage in der 2. Runde hinnehmen.
2007 wurde Albert Selimow mit einem Punktsieg im Finale über Alexei Schaidulin erneut russischer Meister im Federgewicht. Bei einem Mannschaftsturnier in Kaliningrad siegte er dann auch über Sharif Aitbajew aus Usbekistan und erneut über Sahin Imranow nach Punkten. Von seinem Trainer Nuripascha Talibow und vom russischen Verbandstrainer Alexander Lebsiak bestens vorbereitet startete er bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago. Er gewann dort über Julian Stan aus Rumänien durch Abbruch in der ersten Runde, und über Marcel Herfurth aus Deutschland (30:6), Bahodirjon Sultanow aus Usbekistan (24:9) und Raynell Williams aus den USA (25:8) jeweils klar nach Punkten. Im Halbfinale kam er zu einem kampflosen Sieg über Yakup Kılıç aus der Türkei und im Finale besiegte er in einem spannenden Gefecht Wassyl Lomatschenko aus der Ukraine mit 16:11 Punkten. Damit war er Weltmeister der Amateure im Federgewicht 2007.
Im März 2008 startete Albert Selimow beim Feliks-Stamm-Memorial in Warschau im Federgewicht. Nach einem Punktsieg über den Chinesen Gu Yu (20:9) konnte er verletzungsbedingt zu seinem nächsten Kampf gegen den Polen Michail Chudecki nicht antreten. Aber bereits im April 2008 war er von seiner Verletzung genesen und gewann beim 27. Gee-Bee-Tournament in Helsinki die Konkurrenz im Federgewicht. Er besiegte dabei Joseph Murray aus England, Wael al-Khaghani aus Finnland und Bohodirion Sultanow sicher nach Punkten.
Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking galt Selimow als einer der Favoriten auf den Gewinn der Goldmedaille. Er wurde jedoch bereits in der ersten Turnierrunde Wassyl Lomatschenko, seinem Finalgegner der WM 2007, zugelost und verlor gegen den Ukrainer, der in der Folge auch die Goldmedaille gewann, mit 7:14 Punkten.
Nach den Olympischen Spielen 2008 wechselte Albert Selimow in das Leichtgewicht, um dem ständigen Abtrainieren weitgehend zu entgehen. Er fasste in dieser neuen Gewichtsklasse sofort Fuß belegte beim Welt Cup 2008 in Moskau den 1. Platz. Auf dem Weg zu diesem Zurniersieg schlug er Sergei Tschigaschew, Russland, José Pedraza, Puerto Rico (14:4) und Hu Qing aus der Volksrepublik China (12:10) jeweils nach Punkten.
2009 sicherte er sich im Juni des Jahres in Tschechow beim russischen Qualifikations-Turnier für die Weltmeisterschaft in Mailand mit Siegen über Artur Ganejew, Farid Aleschkin und Semen Griwachew den Startplatz im Leichtgewicht. In Mailand kam er in seinen ersten vier Kämpfen zu hohen Punktsiegen über Mohammad Aziz aus Afghanistan (25:1), Erick Bonez, Ecuador (18:0), Sailom Ardee, Thailand (14:8) und Éverton Lopes aus Brasilien. Im Halbfinale unterlag er aber etwas überraschend gegen José Pedraza aus Puerto Rico (5:9), gegen den er beim Welt Cup in Moskau 2008 noch gewonnen hatte, gewann damit aber noch eine Bronzemedaille.
Im Jahre 2010 knüpfte Albert Selimow an die Erfolge von 2006 und 2007 an, wo er Welt- und Europameister geworden war. Er besiegte bei der Europameisterschaft dieses Jahres in Moskau Romal Amanow, Aserbaidschan (15:2), Rachid Azzedine, Frankreich (7:3), Redouane Kaya, Schweden (4:2), Eric Donovan, Irland (8:2) und Thomas Stalker, England (8:4) jeweils nach Punkten und gewann damit zum zweitenmal den Europameistertitel im Leichtgewicht.
Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Baku schied Selimow bereits im ersten Kampf gegen Hector Manzanilla, Venezuela, aus, da er in der zweiten Runde aufgrund eines Tiefschlags disqualifiziert wurde. Auch die zweite Möglichkeit zur Olympiaqualifikation, das europäische Olympiaqualifikationsturnier in Trabzon, konnte Selimow nicht nutzen, da er sich bereits im ersten Kampf verletzte.
Nach der verpassten Olympiaqualifikation orientierte sie Selimow sich neu und ging nach Aserbaidschan. Seinen ersten Titel für dieses Land errang er bei den Europaspielen 2015, welche er mit einem Finalsieg über Sofiane Oumiha, Frankreich (3:0), gewann.
Bei den Weltmeisterschaften 2015 in Doha gewann Selimow Silber, nachdem er gegen Sean McComb, Irland (2:1), Sofiane Oumiha, Frankreich (3:0), und Robson Conceição, Brasilien (3:0), gewonnen hatte und erst im Finale gegen Lázaro Álvarez, Kuba, aufgrund einer Verletzung ausschied. Er qualifizierte sich damit für die Olympischen Spiele 2016.
Seit der Saison 2012/13 kämpft Selimow für die Azerbaijan Baku Fires in der World Series of Boxing. In seiner ersten Saison siegte er in allen vier Kämpfen der regulären Saison in denen er eingesetzt wurde. Im Viertelfinale der Playoffs verlor er gegen Wassyl Lomatschenko von den Ukrainian Otamans und auch sein Team schied aus dem Kampf um die Meisterschaft aus.
In der Saison 2013/14 bestritt Selimow nur einen Kampf der regulären Saison, welchen er gewann. Zudem wurde er sowohl im Viertelfinale, Halbfinale als auch im Finale der Playoffs eingesetzt und hatte mit zwei Siegen bedeutenden Anteil an der Vizemeisterschaft seines Teams.
In der Saison 2015 wurde Selimow in sechs von sieben Kämpfen der regulären Saison eingesetzt und gewann alle. Er belegte damit in der Rangliste seiner Gewichtsklasse in dieser Saison den zweiten Platz hinter Lázaro Álvarez.
1974: Howard Davis | 1978: Ángel Herrera | 1982: Adolfo Horta | 1986: Kelcie Banks | 1989: Airat Chamatow | 1991: Kirkor Kirkorow | 1993: Serafim Todorow | 1995: Serafim Todorow | 1997: István Kovács | 1999: Ricardo Juarez | 2001: Ramaz Paliani | 2003: Galib Dschafarow | 2005: Alexei Tischtschenko | 2007: Albert Selimow | 2009: Wassyl Lomatschenko

Saint-Mihiel

Saint-Mihiel ist eine Gemeinde im Nordosten Frankreichs im Département Meuse in der Region Lothringen.

Die Kleinstadt liegt am Fluss Maas (frz: Meuse), sowie am parallel verlaufenden Schifffahrtskanal Canal de la Meuse (früher: Canal de l’Est, branche Nord). Die Gemeinde zählt 4269 „Sammielloises“ genannte Einwohner (Stand 1. Januar 2013) und besitzt eine Fläche von 33,0 km². Sie liegt teilweise im Regionalen Naturpark Lothringen.
Im Ersten Weltkrieg befand sich die Stadt unmittelbar an der Frontlinie. Über Jahre bestand dort ein heftig umkämpfter deutscher Frontvorsprung.
Die schwersten Kämpfe ereigneten sich im Herbst 1914 bei der Einnahme von Saint-Mihiel durch die Deutschen, im April 1915 (Osterschlacht zwischen Maas und Mosel) und im September 1918 (Angriff der alliierten Franzosen und Amerikaner und endgültige Räumung des St.-Mihiel-Bogens durch deutsche und österreichisch-ungarische Truppen).
Die Bibliothek der Benediktinerabtei wurde in der Zeit der Karolinger gegründet. Die ersten Manuskripte und Bücher wurden zu dieser Zeit im Auftrag der Kirche gesammelt. Die Zahl der Bücher nahm vor allem nach der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert stark zu. Nach mehreren Umzügen wurde die Sammlung 1775 in den heutigen Sälen eingerichtet. Trotz Vernachlässigungen in den unruhigen Jahren um 1791 ist die Sammlung immer noch in hervorragendem Zustand. 1848 wurde die Bibliothek von der Stadt Saint-Mihiel übernommen.
Neben den Büchern sind auch die zwei 5 Meter hohen Säulen der Bibliothek sehenswert. Die Decken sind reich mit Stuck verziert, auf denen die vier Jahreszeiten, die vier Elemente und vier der fünf Kontinente dargestellt sind.
Die Sammlung umfasst 8780 Bücher darunter 74 Manuskripte aus dem 9. bis 16. Jahrhundert. Besonders hervorzuheben sind 86 Inkunabeln. Ungefähr 6000 Bände sind aus der Benediktiner-Abtei von Saint-Mihiel übernommen worden. Die Werke haben nicht nur religiösen Inhalt, sondern behandeln auch Geschichte, Literatur, Recht, Wissenschaften und Reisen.
Im Südflügel der Bibliothek ist das „Art Sacré de la Meuse“ untergebracht. Diese Sammlung sakraler Gegenstände hat vor allem den Zweck, die in verschiedenen ländlichen Kirchen verstreute Kunstgegenstände zu sammeln und zu schützen.
Von den Kalkfelsen am Nordrand von Saint-Mihiel ergibt sich ein hervorragender Ausblick auf den Ort und das Maastal.
Abainville | Amanty | Apremont-la-Forêt | Badonvilliers-Gérauvilliers | Bannoncourt | Baudignécourt | Baudrémont | Belrain | Beney-en-Woëvre | Bislée | Boncourt-sur-Meuse | Bonnet | Bouconville-sur-Madt | Bouquemont | Bovée-sur-Barboure | Boviolles | Brixey-aux-Chanoines | Broussey-en-Blois | Broussey-Raulecourt | Burey-en-Vaux | Burey-la-Côte | Buxières-sous-les-Côtes | Chaillon | Chalaines | Champougny | Chassey-Beaupré | Chauvoncourt | Chonville-Malaumont | Commercy | Courcelles-en-Barrois | Courouvre | Cousances-lès-Triconville | Dagonville | Dainville-Bertheléville | Delouze-Rosières | Demange-aux-Eaux | Dompcevrin | Dompierre-aux-Bois | Épiez-sur-Meuse | Erneville-aux-Bois | Euville | Frémeréville-sous-les-Côtes | Fresnes-au-Mont | Geville | Gimécourt | Gondrecourt-le-Château | Goussaincourt | Girauvoisin | Grimaucourt-près-Sampigny | Han-sur-Meuse | Heudicourt-sous-les-Côtes | Horville-en-Ornois | Houdelaincourt | Jonville-en-Woëvre | Kœur-la-Grande | Kœur-la-Petite | Lachaussée | Lacroix-sur-Meuse | Lahaymeix | Lahayville | Lamorville | Laneuville-au-Rupt | Lavallée | Lérouville | Levoncourt | Lignières-sur-Aire | Longchamps-sur-Aire | Loupmont | Maizey | Marson-sur-Barboure | Mauvages | Maxey-sur-Vaise | Mécrin | Méligny-le-Grand | Méligny-le-Petit | Ménil-aux-Bois | Ménil-la-Horgne | Montbras | Montigny-lès-Vaucouleurs | Montsec | Naives-en-Blois | Nançois-le-Grand | Neuville-en-Verdunois | Neuville-lès-Vaucouleurs | Nicey-sur-Aire | Nonsard-Lamarche | Ourches-sur-Meuse | Pagny-la-Blanche-Côte | Pagny-sur-Meuse | Les Paroches | Pierrefitte-sur-Aire | Pont-sur-Meuse | Rambucourt | Ranzières | Reffroy | Richecourt | Rigny-la-Salle | Rigny-Saint-Martin | Les Roises | Rouvrois-sur-Meuse | Rupt-devant-Saint-Mihiel | Saint-Aubin-sur-Aire | Saint-Germain-sur-Meuse | Saint-Joire | Saint-Julien-sous-les-Côtes | Saint-Maurice-sous-les-Côtes | Saint-Mihiel | Sampigny | Saulvaux | Sauvigny | Sauvoy | Sepvigny | Seuzey | Sorcy-Saint-Martin | Taillancourt | Thillombois | Tréveray | Troussey | Troyon | Ugny-sur-Meuse | VadonvilleVoid-Vacon | Valbois | Varnéville | Vaucouleurs | Vaudeville-le-Haut | Vaux-lès-Palameix | Vigneulles-lès-Hattonchâtel | Vignot | Ville-devant-Belrain | Villeroy-sur-Méholle | Villotte-sur-Aire | Void-Vacon | Vouthon-Bas | Vouthon-Haut | Woimbey | Xivray-et-Marvoisin

David A. Starkweather

David Austin Starkweather (* 21. Januar 1802 in Preston, New London County, Connecticut; † 12. Juli 1876 in Cleveland, Ohio) war ein US-amerikanischer Diplomat und Politiker der Demokratischen Partei. Vom 4. März 1839 bis zum 3. März 1841 und vom 4. März 1845 bis zum 3. März 1847 war er Mitglied des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten für den 18. Kongressdistrikt des Bundesstaates Ohio.
Geboren wurde Starkweather in Preston in Connecticut. Am Williams College in Massachusetts beendete er seine Schullaufbahn. Anschließend studierte er Jura in Cooperstown im Bundesstaat New York. 1825 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen und war fortan in Mansfield tätig. Von 1833 bis 1835 übernahm er dann sein erstes politisches Mandat im Repräsentantenhaus von Ohio. Von 1836 bis 1838 saß er dann im Staatssenat.
Erstmals ins US-Repräsentantenhaus wurde er 1838 gewählt, 1840 scheiterte seine Wiederwahl. 1844 gelang ihm der erneute Einzug ins House, zur Wiederwahl trat er nicht mehr an. 1848 war er Mitglied des Electoral College.
Zwischen 1854 und 1857 war Starkweather dann der 8. Gesandte der Vereinigten Staaten in Chile. 1860 kandidierte er nochmals erfolglos für einen Sitz im US-Repräsentantenhaus.
1876 starb Starkweather an einer Lähmung im Haus seiner Tochter in Cleveland. Insgesamt hatte er 4 Kinder, 3 Töchter und einen Sohn.
Delegierte aus dem Nordwestterritorium (1799–1803) W. Harrison | McMillan | Fearing
Abgeordnete aus dem Bundesstaat Ohio (seit 1803) 1. Bezirk: Morrow | J. McLean | W. Harrison | Ross | Gazlay | Findlay | Lytle | Storer Sr. | Duncan | N. Pendleton | Duncan | Faran | Disney | Day | G. Pendleton | Eggleston | Strader | Perry | Dodds | Sayler | Butterworth | Follett | Butterworth | Storer Jr. | C. Taft | Shattuc | Longworth | Bowdle | Longworth | Hollister | Dixon | Elston | Scherer | Rich | Gilligan | R. Taft | Keating | T. Luken | Gradison | T. Luken | C. Luken | Mann | Chabot | Driehaus | Chabot • 2. Bezirk: Alexander | J. W. Campbell | Ross | Woods | Shields | T. Corwin | Webster | Weller | Cunningham | Fisher | L. Campbell | J. Harrison | Groesbeck | Gurley | Long | Hayes | Cary | Stevenson | Banning | Young | Jordan | Brown | Caldwell | Bromwell | Goebel | A. Allen | Heintz | Stephens | Tatgenhorst | Hess | Bigelow | Hess | Wagner | Hess | Clancy | T. Luken | Gradison | Portman | Schmidt | Wenstrup • 3. Bezirk: Creighton | Barber | Brush | Barber | W. McLean | Crane | Goode | R. Schenck | Bell | L. Campbell | Vallandigham | R. Schenck | L. Campbell | Smith | Savage | M. Gardner | McMahon | Morey | Murray | J. E. Campbell | E. Williams | Houk | Sorg | Brenner | Nevin | Harding | Cox | Gard | R. Fitzgerald | Harlan | Routzohn | Holbrock | Jeffrey | E. Gardner | Burke | Breen | P. Schenck | Love | Whalen | Hall | Turner | Beatty • 4. Bezirk: Caldwell | Herrick | Chambers | Vance | T. Corwin | Vance | Canby | M. Corwin | Stanton | Nichols | W. Allen | McKinney | Lawrence | McKinney | Gunckel | McMahon | Keifer | Shultz | Le Fevre | Anderson | Yoder | Gantz | Layton | G. Marshall | R. Gordon | Garber | Tou Velle | Goeke | J. Russell | Welty | Cable | W. Fitzgerald | Cable | Kloeb | Albaugh | R. Jones | McCulloch | Guyer | Oxley | Jordan 
5. Bezirk: Kilbourne | Beecher | Vance | J. W. Campbell | W. Russell | Hamer | Doan | Potter | Sawyer | Potter | Edgerton | Mott | Ashley | Le Blond | Mungen | Lamison | Rice | Le Fevre | Seney | Le Fevre | Seney | Layton | Donovan | De Witt | Meekison | Snook | W. Campbell | Ansberry | Matthews | Snook | Thompson | Kniffin | Clevenger | D. Latta | Gillmor | B. Latta • 6. Bezirk: Beall | Clendenin | Hitchcock | Sloane | McArthur | Thomson | Creighton | Muhlenberg | Creighton | Vinton | Morris | John | Dickinson | Wood | Bell | Green | Ellison | Emrie | Cockerill | Howard | C. White | Clarke | Smith | Sherwood | Hurd | J. Cox | Hill | Ritchie | Hill | Boothman | Donovan | Hulick | Brown | Hildebrant | Scroggy | Denver | Fess | Kearns | Polk | Davis | McCowen | Polk | Miller | Harsha | McEwen | Strickland | Cremeans | Strickland | C. Wilson | B. Johnson • 7. Bezirk: Vinton | Allen I | Bond | W. Russell | McDowell | Morris | Barrere | Harlan | T. Corwin | R. Harrison | S. Cox | Shellabarger | Winans | Shellabarger | Neal | Dickey | Hurd | Leedom | Morey | J. E. Campbell | Seney | J. E. Campbell | Morey | Haynes | G. Wilson | Weaver | Kyle | Keifer | Post | Fess | Brand | L. T. Marshall | Aleshire | C. Brown | B. Brown | DeWine | Hobson | Austria | Gibbs • 8. Bezirk: W. Wilson | Stanbery | McLene | Ridgway | Vanmeter | Thurman | J. Taylor | M. Corwin | Stanton | Shellabarger | Johnston | Hubbell | C. Hamilton | Beatty | Lawrence II | Keifer | Finley | Keifer | Little | Kennedy | Hare | Strong | Lybrand | Warnock | R. D. Cole | Willis | Key | R. C. Cole | Fletcher | Mouser Jr. | Fletcher | F. Smith | Betts | Powell | Kindness | Lukens | Boehner 
9. Bezirk: Beecher | Irvin | Chaney | Medill | Florence | Perrill | Edwards | Olds | Green | Watson | L. Hall | J. Carey | Noble | Buckland | Dickinson | C. Foster | J. W. Robinson | Poppleton | Jones | Converse | J. S. Robinson | Cooper | Outhwaite | Ritchie | Southard | Sherwood | Chalmers | Sherwood | Chalmers | W. White | Duffey | Hunter | Ramey | Burke | Reams | Ashley | Weber | Kaptur • 10. Bezirk: Patterson | Jennings | Shannon | Davenport | Kennon | Vance | Mason | Moore | Stone | Delano | Duncan | Sweetser | Taylor | Moore | J. Miller | Trimble | Ashley | Hoag | Peck | C. Foster | Ewing Jr. | Rice | Hurd | Romeis | Haynes | Doan | Enochs | Bundy | Fenton | Morgan | Bannon | A. Johnson | Switzer | I. Foster | Jenkins | Moeller | Abele | Moeller | C. Miller | Hoke | Kucinich | Turner • 11. Bezirk: Wright | Goodenow | Leavitt | Bell | Kennon | Alexander Jr. | Parrish | Cowen | Brinkerhoff | J. K. Miller | Busby | Ritchey | Horton | Martin | Horton | W. Hutchins | Bundy | J. Wilson | Bundy | Vance | Neal | Dickey | Neal | McCormick | Ellsberry | A. Thompson | Pattison | Grosvenor | Douglas | H. C. Claypool | Ricketts | H. C. Claypool | Ricketts | Underwood | Hammond | H. K. Claypool | Brehm | O. Bolton | Dennison | Cook | O. Bolton | Stanton | Eckart | Stokes | S. Jones | Fudge • 12. Bezirk: Sloane | Thomson | Mitchell | Howell | Harper | Taylor | Mathiot | Vinton | Welch | Olds | Galloway | S. Cox | Finck | Van Trump | Jewett | Finck | Walling | Ewing Jr. | Neal | Converse | Hart | Thompson | Pugsley | Enochs | Outhwaite | Watson | Lentz | Tompkins | Badger | E. Taylor | Brumbaugh | Speaks | Lamneck | Vorys | Devine | Shamansky | Kasich | Tiberi 
13. Bezirk: E. Whittlesey | Spangler | Leadbetter | Mathews | P. Johnson | Parrish | Ritchey | W. Whittlesey | Gaylord | Lindsley | Sherman | Worcester | O’Neill | Delano | Morgan | Delano | Morgan | Southard | Warner | Atherton | Converse | Outhwaite | Dungan | Hare | Harris | Norton | A. Jackson | Mouser | Anderson | Key | Overmyer | Begg | Baird | Fiesinger | D. White | Baumhart | Weichel | Baumhart | Mosher | Pease | S. Brown | Sutton | Ryan • 14. Bezirk: Bartley | E. Cooke | W. Patterson | Hunter | Sweeny | Harper | Evans | Harper | H. Johnson | P. Bliss | Spink | Blake | G. Bliss | Welker | Monroe | Berry | Cowan | Finley | Atherton | Geddes | Grosvenor | Wickham | Owens | Harter | Kerr | Skiles | Webber | Laning | Sharp | S. Williams | Bathrick | Davey | Knight | Davey | F. Seiberling | D. Harter | Rowe | Huber | Ayres | J. Seiberling | Sawyer | LaTourette | Joyce • 15. Bezirk: J. Sloane | Allen | Andrews | Morris | Kennon Jr. | Hunter | Sapp | Burns | Helmick | Nugen | Morris | Plants | Moore | Sprague | Van Vorhes | Geddes | R. Dawes | Warner | Wilkins | Grosvenor | Harter | Van Voorhis | B. Dawes | Joyce | White | Mooney | White | Moore | Secrest | Griffiths | Secrest | Henderson | Moorehead | Secrest | Wylie | Pryce | Kilroy | Stivers • 16. Bezirk: E. Whittlesey | Giddings | Mathews | Cummins | Hoagland | J. Johnson | Ball | Tompkins | Cutler | J. White | Bingham | Danford | McKinley | Updegraff | J. Taylor | Wilkins | Geddes | Wilkins | Owens | Warwick | Ohliger | Pearson | Danford | Gill | Weems | Hollingsworth | Francis | McCulloch | Himes | McSweeney | McClintock | Thom | Seccombe | Thom | Carson | Thom | Carson | McSweeney | Bow | Regula | Boccieri | Renacci 
17. Bezirk: Thomson | Loomis | Coffin | Hastings | McCauslen | Fries | Cable | Shannon | Albright | Lawrence | Theaker | Morris | Eckley | Ambler | Woodworth | McKinley | Monroe | McKinley | J. Taylor | Warner | J. Taylor | Pearson | Richards | McClure | McDowell | Cassingham | Smyser | W. Ashbrook | Morgan | West | W. Ashbrook | McGregor | Levering | J. Ashbrook | J. S. Ashbrook | L. Williams | Traficant | Ryan • 18. Bezirk: B. Jones | Shepler | Starkweather | Dean | Starkweather | Lahm | Cartter | Bliss | Leiter | Edgerton | Spalding | Upson | Monroe | Updegraff | McClure | McKinley | Wallace | I. Taylor | McKinley | J. Taylor | Ikirt | Tayler | Kennedy | Whitacre | Hollingsworth | Murphy | Imhoff | Lewis | Imhoff | Lewis | Hays | Applegate | Ney | Space | Gibbs • 19. Bezirk: Leavitt | Kilgore | Swearingen | Stokely | Tilden | Crowell | Newton | Wade | Riddle | Garfield | E. Taylor | Northway | Dick | Thomas | Bathrick | Cooper | Kirwan | Carney | L. Williams | E. Feighan | Fingerhut | LaTourette • 20. Bezirk: Giddings | J. Hutchins | Parsons | Payne | Townsend | Paige | McKinley | Crouse | Smyser | V. Taylor | W. White | Beach | Phillips | Beidler | Howland | W. Gordon | Mooney | Norton | Mooney | M. Sweeney | M. Feighan | Stanton | Oakar
21. Bezirk: Brinkerhoff | Hamlin | Root | Townshend | Stuart | Bingham | Foran | Burton | Johnson | Burton | Cassidy | Bulkley | Crosser | Babka | Gahn | Crosser | Vanik | Stokes • 22. Bezirk: Crosser | Emerson | Burton | C. Bolton | Fleger | C. Bolton | F. Bolton | Vanik | Eckart • 23. Bezirk: Truax | Earhart | McSweeney | Bender | Young | Bender | Minshall | Mottl • 24. Bezirk: Young | Mosier | L. L. Marshall | Young | R. Taft | R. Sweeney | Lukens | Powell

Linieninfanterie

Der Begriff „Linieninfanterie“ bezeichnet eine Ergänzung zur Linientaktik. Zur Linieninfanterie zählten die Musketiere und die Grenadiere. In der Frühzeit auch die Füsiliere – diese wurden mit dem Wechsel der Gefechtstaktik später zur leichten Infanterie gezählt. Die leichte Infanterie entstand im 18. Jahrhundert, als man bei der Aufstellung zur Schlacht begann, vor die in dreifacher Linie massiert aufgestellte Infanterie des Haupttreffens (Infanterie de ligne) leichte, bewegliche Truppen vorzuschicken. Diese sollten die gegnerische Front durch gezieltes, unregelmäßiges Schützenfeuer in Unruhe versetzen, und der Zusammenhalt insbesondere durch das gezielte Töten von Offizieren aufbrechen sowie die Stückmannschaften der Infanteriegeschütze, die die eigenen Linien bedrohten. Die leichte Infanterie wurde daher auch als Plänkler oder Voltigeure bezeichnet.
Nachdem sich die Garden in der napoleonischen Zeit von mehr oder weniger mit dem Schutz und der Bewachung des Souveräns und dessen Besitzungen beschäftigten einzelnen Regimentern zu regulären Kampfverbänden umgebildet und erweitert hatten, lag es auf der Hand, eine unterschiedliche Bezeichnung einzuführen.
Dies war unabdinglich, da sich die von Napoleon I. am 18. Mai 1804 gegründete kaiserliche Garde immer mehr vergrößerte und mit der Alten Garde, der Mittleren Garde und der Jungen Garde bis zum Jahr 1815 den Bestand von nahezu zwei Divisionen erreicht hatte, so dass man hier dann die Bezeichnung „Infanterie der Linie“ und „Infanterie der Garde“ bildete. Es wurde also die breite Masse der Fußtruppen des stehenden Heeres von der Gardeinfanterie einerseits und den irregulären leichten Infanterieverbänden andererseits abgegrenzt.
Der Begriff „Linieninfanterie“ hatte dadurch eine völlig andere Bedeutung erhalten.
Auch in Deutschland der wilhelminischen Ära gab es eine größere Anzahl von Gardeverbänden, so dass man auch im deutschen Heere zum Unterschied von Linieninfanterie hätte sprechen können. Der Ausdruck war allerdings eher unüblich. Auch einige kleine deutsche Kontingentsarmeen, deren Oberbefehlshaber eher konservativ eingestellt waren, verwendeten dann diese Bezeichnung allenfalls noch bis 1871.
Andere Monarchien trennten ihre Truppen ebenfalls in Garde und Linie, Länder wie Österreich-Ungarn oder Italien, die keine oder keine nennenswerten Gardeverbände besaßen, benutzten jedoch den Ausdruck bereits seit längerer Zeit nicht mehr.
Als die Leichte Infanterie zu einem Teil der Linientruppen und Landwehren, Nationalgarden u. ä. Bestandteil der Kriegsführung wurden, diente der Begriff auch zur Abgrenzung gegenüber diesen. Mit dem Ende der Monarchien in Russland, Deutschland, Österreich-Ungarn und Frankreich verschwanden auch deren kaiserliche Garden und ihre Infanterie. Die völlige Mobilisierung im Ersten Weltkrieg hob die Trennung zwischen den alten Linientruppen und ihren Territorialverbänden weitgehend auf. Heute spricht man allgemein vom Feldheer und dem Territorialheer, benutzt aber für die Infanterie des Feldheeres nicht mehr den Begriff Linieninfanterie.

Martin Schmidt (Bauingenieur)

Martin Schmidt (* 29. Juli 1928 in Meyenburg; † 2. Februar 2003 in Hildesheim) war ein deutscher Wasserbauingenieur und Talsperrenexperte. Ein hohes Interesse legte er in den historischen Wasserbau und sein besonderes Verdienst waren die Publizierungen rund um die Bauwerke des Oberharzer Wasserregals, durch die erst deren Anerkennung zum UNESCO-Weltkulturerbe möglich wurde.
Martin Schmidt war Sohn eines Lehrerehepaares. Nach Kriegsdienst als Flakhelfer und Arbeitsdienstmann sowie kurzer englischer Kriegsgefangenschaft machte er 1947 Abitur und studierte bis 1952 an der TU Berlin Bau- und Verkehrswesen. Es folgte eine fünfjährige Tätigkeit beim dortigen Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft, während der er mit einem Thema über Streichwehre promovierte. 1957 bis 1962 arbeitete er in Namibia (damals Südwest-Afrika) und war dort in der Nähe von Mariental verantwortlicher örtlicher Bauleiter beim Bau des Hardap-Dammes.
1962 trat Martin Schmidt bei den Harzwasserwerken ein und prägte als Bauleiter wesentlich den Bau von Innerstetalsperre, Granetalsperre und deren Überleitungsbauwerken. Durch diese Maßnahmen hatte sich bis Anfang der 1980er Jahre der Trinkwasserverkauf der Harzwasserwerke nahezu verdoppelt. Ende der 1960er Jahre wurde er Direktor der Harzwasserwerke. Bereits in dieser Zeit veröffentlichte er seine Erfahrungen und Kenntnisse im Bereich Hydraulik, Hydrologie, Talsperrenbau, Wasserwirtschaft und -versorgung in zahlreichen Aufsätzen und Büchern.
Anfang bis Mitte der 1980er Jahre verfolgte er Pläne, Talsperrenbauwerke im Siebertal zu errichten. Aufgrund erheblicher Proteste gegen dieses Vorhaben seitens Naturschützern, betroffener Anwohner und Unterliegern zog das Land Niedersachsen jedoch 1987 seine Förderzusagen zurück, so dass dieses Projekt nicht durchgeführt werden konnte.
Ende der 1980er Jahre begann Martin Schmidt, sich für das Kulturdenkmal Oberharzer Wasserregal zu interessieren. Er sichtete im Niedersächsischen Bergarchiv unzählige bis dahin ungelesene Dokumente aus den 17. und 18. Jahrhundert und wertete diese aus. Des Weiteren erkundete er durch intensive Fußmärsche in den Oberharzer Wäldern noch vorhandene Spuren früherer Bauwerke. Es erschienen mehrere Veröffentlichungen und zwei Bücher von ihm zu diesem Thema.
1991 wurden vom Land Niedersachsen die aktiven Anlagen des Oberharzer Wasserregals den Harzwasserwerken zur Betreuung übertragen. Martin Schmidt setzte sich als Direktor der Harzwasserwerke dafür ein, dass in den ersten Jahren eine denkmalgerechte Grundinstandsetzung des seinerzeit im eher baufälligen Zustand befindlichen Systems durchgeführt wurde. Darüber hinaus ließ er ein System von WasserWanderWegen errichten: Auf 22 Themenpfaden von insgesamt 112 Kilometer Länge werden interessierte Besucher über die Bauwerke der historischen Oberharzer Wasserwirtschaft im Gelände unterrichtet. Letztendlich hat Martin Schmidt mit all diesen Maßnahmen den Bekanntheitsgrad dieser Bauwerke erheblich gesteigert und auch deutlich zu seiner wissenschaftlichen Aufarbeitung beigetragen. Wahrscheinlich konnte erst auf Grundlage dieser Vorarbeit der Antrag des Landes Niedersachsens, das Oberharzer Wasserregal als Teil des Weltkulturerbes anzuerkennen, erfolgreich auf den Weg gebracht werden.
Martin Schmidt starb am 2. Februar 2003 in Hildesheim an Krebs.

Aula (Fluss)

BW
Die Aula ist ein 22,6 km langer Zufluss der Fulda im Schwalm-Eder-Kreis und Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Hessen (Deutschland).

Der kleine Fluss entsteht etwa 2 km nordwestlich von Oberaula im Knüllgebirge durch den Zusammenfluss des Sälzerbaches (Quelle Sälzerborn) mit dem Hollenbach auf 372 m ü. NN. Der Hollenbach entspringt am Berg Hohenbaum (563 m ü. NN) auf 483 m ü. NN und legt bis zur Vereinigung mit dem Sälzerbach 1,6 km zurück. Letztere ist 1,3 km lang und entspringt am Lottersberg (463 m ü. NN) auf 442 m ü. NN.
Die Aula fließt zuerst in östliche Richtung um schon nach einer kurzen Wegstrecke sich nach Südosten zu wenden. Sie durchfließt Oberaula, wo ihr links der Osterbach zufließt. Nach Oberaula wendet sich die Aula in einer scharfen Biegung gen Osten. In der Biegung mündet rechts der Häuserbach.
Auf ihren Weg nach Osten durchfließt die Aula Wahlshausen, nimmt linksseitig den Berschbach auf und fließt südlich an Gersdorf, Frielingen und Heddersdorf vorbei. Hier nimmt sie den von Norden zufließenden Kisselbach auf und wendet ihren Lauf wieder nach Süden. Sie durchfließt Kirchheim und nimmt kurz nach der Stadt die rechts zufließende Ibra auf.
Im weiteren Verlauf unterquert sie die A7 und erreicht die Gemeinde Niederaula. Dort fließt die östlich am Ortsteil Kleba vorbei und nimmt kurz vor dem Kernort Niederaula den rechts zufließenden, aus Westen kommenden, Hattenbach auf. Nach Kleba überspannt die Aula-Talbrücke der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg die Aula.
Danach fließt sie westlich an Niederaula vorbei, um bei 206 m ü. NN in die Fulda zu münden. Auf ihrem 20 km langen Weg hat die Aula einen Höhenunterschied von 166 m überwunden.
Im Folgenden werden die Nebenflüsse der Aula von ihrer Entstehung (372 m ü. NN) bis zur Mündung (216 m ü. NN) in die Fulda aufgeführt. (Zur besseren Übersicht bzw. zur Sortierung flussabwärts sind in die DGKZ-Ziffern nach der 4256 – Aula – Bindestriche eingefügt!):
Der Mittellauf der Aula bildet naturräumlich in etwa die Grenze zwischen dem Knüll (Haupteinheit 356) im Norden und dem sich südlich anschließenden Fulda-Haune-Tafelland (355). Innerhalb der letztgenannten Haupteinheit trennt wiederum der Unterlauf ab etwa Heddersdorf das Ottrauer Bergland (355.0; rechts, also erst südlich, dann westlich) vom Kirchheimer Bergland (355.4, links).
Die Nebenflüsse der Aula entspringen z.T. an den Hängen der prominentesten Berge des Knüll und seiner Südausläufer: