Robert Guthery senior

Robert Guthery, genannt Robert Guthery senior, (6. Februar 1827 in Hamburg – nach 1899) war ein deutscher Theaterschauspieler, -regisseur und Schauspiellehrer.

Guthery, genannt Robert Guthery senior, zur Unterscheidung von Robert Guthery junior, der zur gleichen Zeit wirkte, mit dem er aber nicht verwandt war, entstammte einer Schauspielerfamilie. In Lübeck debütierte er 1841. Von dort ging er auf die Veranlassung des Theatergrafs Hahn nach Rostock, von dort nach Nürnberg, und danach nach Verona, wo er sich der besonderen Gunst des Feldmarschalls Josef Wenzel Radetzky von Radetz erfreute. 1852 war er am königlichen Schauspielhaus in Berlin und ging danach nach Kassel, um von dort erneut nach Berlin ans Wallnertheater zu gehen. Nachdem er sich auch noch an der Gründung des Victoria-Theaters beteiligt hatte zog es in nach Hamburg. Dort bewährte er sich auch als Regisseur

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, vor allem in der Operette.

Guthery war ebenfalls in Amsterdam, an der Komischen Oper in Wien und in New York tätig.

1891 feierte er sein 50-jähriges Künstlerjubiläum in Lübeck als „Piepenbrinck“

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. Mit diesem Auftritt verabschiedete er sich von der Bühne und schlug seinen Wohnsitz in Berlin auf, wo er als Schauspiellehrer zu unterrichten begann.

Der Künstler war mit der Schauspielerin Pauline Keller, Tochter eines Theaterdirektoren, verheiratet

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.

Gorontalo

Gorontalo ist eine indonesische Provinz auf der Insel Sulawesi. Sie liegt auf der nordöstlichen Halbinsel und grenzt im Osten an Sulawesi Utara und im Westen an Sulawesi Tengah.

Die Bevölkerung gehört vorwiegend zum Volk der Gorontalo und bekennt sich zum Islam (91 %). Daneben gibt es etwa 20.000 Christen, 3.000 Hindus, 2.000 Buddhisten und eine unbestimmte Anzahl von Animisten, die aber nicht unterschätzt werden sollte. Die Provinzhauptstadt trägt ebenfalls den Namen Gorontalo und hat rund 163.300 Einwohner.

Spanische und portugiesische Gewürzhändler erreichten die Region im 16. Jahrhundert. Im Kampf um die Vorherrschaft geriet Gorontalo in das Einflussgebiet des Sultanats von Ternate (auf den Molukken) und wurde um 1600 islamisiert. Im 17. Jahrhundert kamen die Niederländer, doch dauerte es bis ins 19. Jahrhundert, bis die ganze Insel unter ihrer Herrschaft war. Nach der japanischen Besetzung im Zweiten Weltkrieg wurde Indonesien 1949 unabhängig und Gorontalo wurde ein Teil dieses Staates, zunächst als Teil der Provinz Sulawesi Utara. Im Jahr 2001 wurde Gorontalo von Sulawesi Utara abgetrennt und eine eigene Provinz.

Die Provinz ist größtenteils landwirtschaftlich geprägt. Produziert werden unter anderem Palmöl, Gewürznelken, Kokosnüsse, Kakao und Zuckerrohr, an den Küsten gibt es Fischerei.

Der Tourismus steckt noch nicht sehr entwickelt, die Provinz wirbt insbesondere mit Tauchurlauben. Der Hafen von Gorontalo Stadt ist Ausgangspunkt zu den (tauch-) touristisch interessanten Togian-Inseln, sowie nach Pagimana auf dem östlichen Arm Sulawesis mit Anschlussmöglichkeiten über Land Richtung Luwuk, Ampana

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, Poso, Palu und dem Süden der Insel.

Gorontalo besteht aus fünf Regierungsbezirken (Kabupaten) und einer Stadt (Kota).

Aceh | Bali | Bangka-Belitung | Banten | Bengkulu | Gorontalo | Jakarta | Jambi&nbsp

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;| Jawa Barat | Jawa Tengah | Jawa Timur | Kalimantan Barat&nbsp

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;| Kalimantan Selatan | Kalimantan Tengah | Kalimantan Timur | Kalimantan Utara | Lampung | Maluku | Maluku Utara | Nusa Tenggara Barat | Nusa Tenggara Timur | Papua | Papua Barat | Riau | Kepulauan Riau | Sulawesi Barat | Sulawesi Selatan | Sulawesi Tengah | Sulawesi Tenggara | Sulawesi Utara | Sumatera Barat | Sumatera Selatan | Sumatera Utara | Yogyakarta

Koordinaten:

Carl-Axel Söderström

Carl-Axel Söderström (* 23. Dezember 1893 in Korsnäs, Kopparbergs län; † 27. November 1976 in Nyköping) war ein schwedischer Fotograf, Kameramann und Laborleiter.

Söderström wurde in der Stockholmer Filiale von Pathé Frères ausgebildet.

Er war von 1917 bis 1918 bei der Christiania Film Co angestellt und von 1919 bis 1920 als Fotograf bei der Skandinavischen Filmzentrale. Danach arbeitete er in der schwedischen Filmindustrie.

Am 25. November 1923 in Tyska kyrkan (Stockholm) heiratete Söderström Gertrud Martha Vahl. Martha war eine am 5. Februar 1897 in Berlin geborene Tochter eines deutschen Konditors

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, der mit seiner Frau und sechs Kindern 1899 nach Schweden emigriert war.

Er nahm 1927–1929 unter Clärenore Stinnes an einer Erdumrundung im Auto, einem Adler Standard 6, als Fotograf und Kameramann teil. Die Fahrt dokumentierte er auch in einem Buch unter dem Titel 5,000 mil i bil: Två år vid ratten på färd jorden runt (5000 Meilen im Auto – zwei Jahre am Lenkrad auf einer Fahrt um die Erde). In Deutschland erschienen 1981 große Teile seiner Fotografien im tagebuchähnlich angelegten Werk Söderströms Photo-Tagebuch. Die erste Autofahrt einer Frau um die Welt.

Nach der Reise ließ er sich von seiner ersten Frau Martha scheiden und heiratete im Dezember 1930 Clärenore Stinnes. Die beiden hatten drei eigene Kinder und nahmen mehrere Pflegekinder zu sich

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. Martha Söderström starb 1985 ohne Nachkommen.

Der 2008 und 2009 entstandene Dokumentarspielfilm Fräulein Stinnes fährt um die Welt setzt sich aus den historischen Filmaufnahmen Söderströms und neu gedrehten Spielszenen von beiden auf der Weltumrundung zusammen.

Die 2015 entstandene 53minütige Filmdokumentation Mit dem Auto um die Welt — Clärenores Abenteuer von Kirsten Hoehne, Anette Heinrich/Anja Kindler, Annika Seemann und Saskia Weisheit (Produktion Spiegel-TV und WDR) baute neben einigen neuen Interviews mit Kindern, Nichten und Neffen von Stinnes und der ursprünglichen, in Europa vertonten Stummfilmstreifen Söderströms, vor allem auf der Arbeit von C. Stinnes und Michael Kuball, Die Frau, die um die Welt fuhr, aus den Jahren 1983/86 auf. Sie zeigt viele Bilder mit ihm.

Alessandro Birolini

Alessandro Birolini (* 13. September 1940 in Lugano) ist ein Schweizer Elektrotechnik-Ingenieur und Hochschullehrer

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.

Birolini absolvierte eine Lehre als Elektriker und studierte anschliessend Elektrotechnik an der ETH Zürich. 1974 promovierte er bei Ernst Baumann über ein Thema aus der Stochastik. Er wechselte anschliessend in die Industrie zur Contraves AG in Zürich und ab 1979 baute er das Schweizer VLSI-Testlabor in Neuenburg auf. 1985 habilitierte er sich und wurde 1986 als Professor für Zuverlässigkeitstechnik an die ETH Zürich berufen. 1999 wurde er emeritiert.

Birolini hat in zahlreichen Veröffentlichungen wesentliche Beiträge zur Zuverlässigkeitstechnik geleistet, insbesondere zur Anwendung stochastischer Prozesse. Sein Forschungsgebiet umfasste aber auch fehlertolerante Systeme, Teststrategien und Ausfallmechanismen elektronischer Bauelemente. Er ist Autor eines international anerkannten Standardwerks auf seinem Fachgebiet und hat zahlreiche Ehrungen erfahren, z. B. die IEEE Third Millennium Medal

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. Er ist ordentliches Einzelmitglied der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften.

Uhr der fließenden Zeit

Die Uhr der fließenden Zeit ist eine 13 Meter hohe Wasseruhr im Berliner Europa-Center, die sich über drei Etagen erstreckt mcm taschen sale. Die Uhr wurde von dem Franzosen Bernard Gitton entworfen und 1982 aufgestellt. Die Zeit wird bei dieser Uhr in einem Kreislauf durch flüssigkeitsgefüllte Glaskugeln angezeigt, deren kleinste im Zwei-Minuten-Takt gefüllt werden. In der unteren Hälfte der Uhr schwingt zusätzlich ein Pendel.

Diese moderne Art einer Wasseruhr stellt den Ablauf von Minuten und Stunden im Zwölf-Stunden-Takt dar. In einem System gläserner, zu Türmen angeordneter Kugeln und kommunizierender Röhren fließt farbiges Wasser und ermöglicht mittelbar die Anzeige der jeweiligen Uhrzeit. Immer um 1 Uhr und um 13 Uhr leert sich das gesamte System – nur die Stundenanzeige von 1 Uhr bzw. 13 Uhr bleibt sichtbar – und der Zyklus beginnt von neuem.

Vor dem nördlichen Eingang des Europa-Centers an der Budapester Straße steht als vergleichbares Pendant der Art, wie die Zeit auch noch angezeigt werden kann, die Berlin-Uhr, die auch als Mengenlehreuhr bekannt ist.

Die Uhr ist im Grunde eine Pendeluhr. Die abgelaufene Zeit wird ermittelt, indem die vergangenen Schwingungen des Pendels gezählt werden. In normalen Pendeluhren wird dazu ein mechanisches Uhrwerk verwendet. Bei dieser Uhr hingegen dient der Fluss des Wassers zur Zählung der Pendelschwingungen. Die Konstruktion der Uhr ist so angelegt, dass der Wasserfluss um rund 50 Prozent schwanken kann, ohne dass die Ganggenauigkeit der Uhr beeinträchtigt wird.

Aus dem Vorratsbehälter im oberen Bereich fließt ein kontinuierlicher (aber nicht konstanter) Wasserstrom auf einen mit dem Pendel verbundenen Behälter

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, der ausreicht, um das sich während einer Pendelbewegung ansammelnde Wasser aufzunehmen. Bei jeder Pendelbewegung gibt dieser Behälter seinen Inhalt einmal in den Kreislauf ab. Gleichzeitig dient dieser Wasserzufluss zur Aufrechterhaltung der Pendelbewegung.

Das System zur Zählung der erfolgten Pendelbewegungen beruht auf kommunizierenden Röhren und dem Prinzip des Saughebers. Zur unmittelbaren Zählung der Pendelschwingungen dienen mehrere Abschnitte jeweils in Form eines „N“ mit abgerundeten Ecken. Dabei gelangt das Wasser von oben rechts in das „N“ und verlässt es nach unten links, sobald der Füllstand der rechten beiden Teilschenkel über die linke obere Spitze des „N“ steigt. Dabei wird die gesamte im „N“ befindliche Flüssigkeit abgesaugt und vom darunter liegenden „N“ aufgenommen.

Durch diese Konstruktion verhält sich die Uhr recht tolerant gegenüber Schwankungen der Flüssigkeitszufuhr. Das „N“ läuft über, sobald ein bestimmtes Wasservolumen (V) eingeströmt ist. Am tolerantesten gegenüber Schwankungen im Zufluss ist die Uhr, wenn jedes „N“ in zwei Zyklen befüllt wird. Der Zufluss pro Pendelschwingung kann dann zwischen V und V/2 (also um den Faktor 2) schwanken, ohne dass die Ganggenauigkeit beeinträchtigt wird.

Der Konstrukteur hat diese Regel bei den ersten drei Kaskaden eingehalten und sich bei der vierten und letzten für eine Verdreifachung entschieden. Die Volumen der „N“-Behälter betragen also 1V, 2V, 4V und 12V. Dadurch muss bei jeder Pendelschwingung zwischen V/2 und 3V/4 Wasser zufließen, um die Ganggenauigkeit zu erhalten. Bei korrektem Ablauf läuft der letzte Behälter also nach 24 Pendelschwingungen über. Die Schwingungsdauer des Pendels beträgt somit exakt fünf Sekunden.

Während die „N“-Kaskaden laufen, füllt sich im oberen Bereich der Uhr ein Behälter, dessen Volumen einer Anzeige von zwei Minuten entspricht (und der bei höherem Wasserstrom einfach überläuft). Die „N“-Kaskade endet, wenn das untere der vier „N“ nach zwei Minuten überläuft. Der dort erzeugte Unterdruck wird auf die Minutenanzeige übertragen und setzt so einen Saugheber in Gang, der den gefüllten Behälter im oberen Bereich in die Minutenanzeige entleert. Nach Ablauf einer Stunde läuft die (auch N-förmige) Minutenanzeige über und löst über einen ähnlichen Saugmechanismus die Befüllung eines Stundenbehälters aus. Jeweils um 1 Uhr und um 13 Uhr leert sich auch der Stundenbehälter und der Zyklus beginnt von neuem.

Das ablaufende Wasser wird im unteren Bereich der Uhr gesammelt und in regelmäßigen Abständen wieder in das Reservoir im oberen Bereich der Uhr gepumpt.

Koordinaten:

Miles Macdonell

Miles Macdonell (* um 1767 in Inverness-shire, Schottland; † 28. Juni 1828 in Pointe-Fortune, Niederkanada) war britischer Offizier und Kolonialverwalter im heutigen Kanada. Er war der erste Gouverneur (1811–1815) von Assiniboia in der Red-River-Kolonie für die Hudson’s Bay Company (HBC).

1773 emigrierte Macdonells Familie nach Nordamerika und ließ sich in Caughnawaga am Mohawk River bei New York nieder. Bei Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs floh die Familie nach Norden und Macdonells Vater kämpfte für die britische Krone. 1783 ließ sich die Familie in St Andrews im damaligen Stormont County, Ontario nieder.

Macdonell zeigte früh militärische Ambitionen und war ab 1782 Kadett beim King’s Royal Regiment of New York bis zu dessen Auflösung 1784. Danach verliert sich seine Spur, er kehrte wahrscheinlich nach Schottland zurück und heiratete da Isabella McDonell of Morar. 1791 jedenfalls ließ er sich als Farmer mit seiner Frau in Osnabruck Township, Oberkanada nieder.

1794 starb Macdonells erste Frau und hinterließ ihm zwei Söhne und zwei Töchter; er schloss sich danach als Leutnant dem Royal Canadian Volunteer Regiment an und wurde 1796 zum Captain befördert. 1798 heiratete er erneut, doch seine zweite Frau, Catherine McDonell of Collachie, starb nur ein Jahr später kinderlos. Nach der Auflösung seines Regiments kehrte er auf seine Farm zurück, und heiratete Nancy Macdonell. Obwohl er seine Farm wirtschaftlich zu führen versuchte, suchte er weiter nach militärischen Positionen, da er sich hier ein besseres Auskommen erhoffte.

Nach verschiedenen Bewerbungen um militärische Positionen ernannte man ihn 1811 zum Gouverneur von Assiniboia, einem Verwaltungsamt in der Red-River-Kolonie, einem Projekt Lord Selkirks innerhalb der HBC. Dies brachte ihm viel Kritik in der Verwandtschaft ein mcm taschen sale, die der Konkurrentin North West Company (NWC) nahestand. Doch der Posten versprach ihm ein geregeltes Einkommen und die Tilgung seiner zwischenzeitlich aufgehäuften Schulden, und Selkirk, den Macdonell bereits 1804 kennengelernt hatte, hielt große Stücke auf ihn.

Macdonell wurde inmitten die Auseinandersetzung zwischen der wirtschaftlichen angeschlagenen HBC, und ihrer neuen Konkurrentin NWC geworfen, dem Pemmikan-Krieg. Die HBC wollte die kostspielige Versorgung ihrer Expeditionen aus Europa durch eine logistisch günstigere Versorgung vor Ort ersetzen, und gleichzeitig der NWC ihre Versorgungsbasis abschneiden, die sich in der nördlichen Prairie bei den Métis für ihre jährlichen Unternehmungen ausrüstete. Das 300.000 km² große Gebiet war offiziell Teil des Fellhandelsmonopols von Ruperts Land der HBC, doch Fell wurde von der NWC hier nicht gehandelt, sondern eben nur Expeditionen ausgerüstet.

Nachdem Macdonell im Herbst 1812 erste Siedler in die neue Kolonie gebracht hatte, wurde bald klar, dass an Selbstversorgung vorerst nicht zu denken war. Im Januar 1814 erließ er deshalb die Pemmican Proclamation, die die Ausfuhr von Versorgungsgütern jeglicher Art aus der gesamten Red-River-Kolonie verbot, und damit die Ausrüstung von Expeditionen der NWC; für letztere war das eine offene Kriegserklärung. Es folgten erste Beschlagnahmungen von Pemmikan, die für Métis und NWC nicht mehr und nicht weniger als Raubdiebstahl waren, und mit Plünderungen bei den neuen Kolonisten beantwortet wurden. Die NWC versuchte zudem, die Siedler zur Umsiedlung ins östliche Kanada zu drängen, dem 40 Familien im Frühjahr 1815 auch nachgaben.

Am 17. Juni 1815 schließlich ergab sich Macdonell der NWC gegen das Versprechen, die verbliebenen Siedler nicht anzugreifen. Er wurde nach Montreal gebrachte um wegen Pemmikan-Diebstahl angeklagt zu werden, was dann allerdings nicht umgesetzt wurde. Die Auseinandersetzungen in der Kolonie endeten nicht mit Macdonells Auslieferung, er selbst kehrte jedoch nicht mehr in den Westen zurück. Bereits im April hatte man Macdonells Nachfolger Robert Semple ernannt, er traf aber erst im Herbst mit einer Gruppe Neusiedler aus Schottland ein. Doch auch dieser sollte das Blatt nicht wenden können, bereits im Sommer 1816 kam er in der Schlacht von Seven Oaks ums Leben.

Macdonell zog sich nach Oberkanada auf seine Farm im Osnabruck Township zurück, wo er vergeblich versuchte, ihm seiner Meinung nach zustehende Gegenleistungen für das Amt in Assiniboia einzufordern. Er sollte für den Rest seines Lebens verschuldet bleiben. Von den 4 Jahren als Gouverneur scheint er sich nie richtig erholt zu haben und war wohl vor allem psychisch stark belastet

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. Zuletzt zog er auf die Farm seines Bruders nach Pointe-Fortune in Niederkanada, wo er 1928 schließlich starb.

Das Schwarze Auge: Herokon Online

Das Schwarze Auge: Herokon Online war ein Browser-MMORPG des deutschen Entwicklers Silver Style Studios in der Spielwelt Aventurien des Rollenspielregelwerks Das Schwarze Auge (DSA).

Das Entwicklerstudio meldete im Juni 2014 Insolvenz an. Im Februar 2015 wurden die Spieleserver abgeschaltet.

Das Free-to-play-Browser-Spiel beginnt genreüblich mit der Charaktererstellung. Herokon Online verwendet das DSA-Regelwerk 4.1. Der Spieler hat die Wahl zwischen verschiedenen Rassen und kann sich anschließend einen sogenannten Archetypen, d. h. einen vorgenerierten Heldentypen, auswählen. Alternativ kann der Spieler auch in umfangreichen Charaktererstellungsmenüs einen Charakter nach eigenen Vorstellungen und gemäß Regelwerk kreieren.

Das Spielgeschehen wird aus einer starren, isometrischen Überblicksperspektive präsentiert. Die Spielfigur wird mit Hilfe einer Point-and-Click-Steuerung indirekt durch die Spielwelt navigiert. Das Spiel selbst ist endlos und bietet dem Nutzer auf unterschiedlichen Ebenen Spielanreize. Zum einen kann er rollenspiel-übliche Aufträge annehmen. Typischerweise erfordern diese Aufträge die kämpferische Auseinandersetzung mit feindlichen Kreaturen. Für das Töten der Gegner erhält die Spielfigur Abenteuerpunkte, die mit Hilfe von Trainern und in Abhängigkeit vom Charakterlevel der Spielfigur in den Ausbau der Fähigkeiten gesteckt werden können. Allerdings können nicht alle Aufträge von einem Charakter alleine erfüllt werden. In diesen Fällen muss sich der Spieler mit anderen Mitspielern zusammenschließen, um gemeinsam gegen die feindlichen Kreaturen vorzugehen. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, in Arenen gegen die Charaktere anderer Mitspieler anzutreten.

Herokon Online ist der erste Titel der Silver Style Studios. Diese entstanden 2010 als Neugründung einiger Mitarbeiter des insolventen deutschen Publishers The Game Company und dessen internen Entwicklerstudios Silver Style Entertainment. Dieser hatte zuvor an dem Action-Rollenspiel Das Schwarze Auge: Demonicon gearbeitet mcm taschen sale, das nach der Insolvenz jedoch mit einem Teil der Belegschaft vom deutschen Publisher Kalypso Media übernommen wurde. Als Grundlage für Herokon diente Silver Style die selbstentwickelte, auf Adobe Flash basierende LightStream-Engine. Die offizielle Ankündigung des Spiels erfolgte im November 2011.

Das Spiel entstand mit Unterstützung mehrerer DSA-Autoren und -Künstler. So wirkten die langjährigen Chefredakteure Thomas Römer und Florian Don-Schauen an der Ausarbeitung mit, ebenso wie Jan Ulrich Lindner und Anton Weste. Im weiteren Verlauf waren zudem Hadmar von Wieser, Mark Wachholz, Chris Gosse

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, Matthias Freund und Lena Kalupner beteiligt

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. Für das Artwork konnte unter anderem der langjährige DSA-Zeichner Uğurcan Yüce sowie die Illustratorin und ehemalige künstlerische Leiterin Melanie Maier gewonnen werden. Die Musik wurde von der Fantasy-Musikformation Erdenstern komponiert.

Nachdem das Spiel am 10. Januar 2012 zuerst in den geschlossenen Beta-Test ging, startete am 30. August 2012 die sogenannte Open Beta. Zeitgleich wurde der Online-Shop aktiviert. Zum Zeitpunkt der Open Beta standen insgesamt drei Regionen um die aventurischen Siedlungen „Greifenfurt“, „Baliho“ und „Trallop“ zur Verfügung, bei der Charakterwahl standen drei Rassen und insgesamt neun Professionen zur Auswahl.

Im Oktober 2012 kündigte Silver Style die Veröffentlichung eines Karten-, Quest- und Charakter-Editors an, der denselben Umfang wie die Entwicklerwerkzeuge besitzen und es Spieler ermöglichen solle, die Spielwelt nach eigenen Vorstellungen auszubauen. Silver Style erhoffte sich dadurch, den Umfang der Spielwelt, der einmal den gesamten Kontinent Aventurien umfassen soll, mit Hilfe der Spieler und Anhänger des Rollenspiels zu erweitern.

Am 13. Januar 2014 erweiterte Silver Style die Spielwelt um die Region Thorwal. Zudem wurde die Schicksalsklingen-Kampagne von 1992 inhaltlich fortgesetzt. Autoren der neuen Geschichte sind Thomas Römer, Matthias Freund und Lena Kalupner.

Sascha Penzhorn von Buffed.de lobte die atmosphärische Inszenierung, die sich in der detailreich gestalteten Spielwelt und den gut geschriebenen, jedoch unvertonten Dialogen widerspiegele. Auch werde der Spieler im Vergleich zu anderen Spielen nicht durch übermäßige Begrenzung der kostenlosen Spielinhalte gegängelt. Das DSA-Regelwerk sei sehr gut umgesetzt, zwinge den Spieler durch seine Komplexität jedoch zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Charaktersystem. Das Echtzeit-Kampfsystem kritisierte er als „mäßig animiert“ und sei von der Leistung der Künstlichen Intelligenz mangelhaft.

„Herokon Online steckt voller fantastischer Geschichten, sieht mit seinen liebevoll detaillierten 2D-Grafiken toll aus und begeistert mit dem besten Soundtrack, den ein Browserspiel je hatte. Als DSA-Fan finde ich das Spiel gleich noch mal so toll. Wer gute Rollenspiele liebt und sich ein wenig mit dem Regelwerk auseinandersetzt, kommt aber auch ohne Vorkenntnisse zurecht.“

Im Test des Online-Spielemagazins GamingXP bemängelte der Autor zudem eine hakelige Steuerung und die starre Kameraperspektive. Insgesamt zeigte sich der Tester aber zufrieden:

„Was des einen Freud, ist des anderen Leid, denn die gute Atmosphäre von „Herokon Online“ kommt nur auf, wenn man sich in der Welt auskennt und das nötige Hintergrundwissen mitbringt. Für Spieler, welche nicht über dieses Wissen verfügen, gibt es wahrscheinlich bessere Free-2-Play-Spiele wie z.B. „Der Herr der Ringe Online“, da dort das Gameplay einfach leichter von der Hand geht und alles ein bisschen interaktiver vonstatten geht. Wenn man sich aber auskennt, ist „Herokon Online“ genau das, was DSA-Fans wollen.“

Auszeichnungen

Computerspiele in der Rollenspielwelt von Das Schwarze Auge

1992: Die Schicksalsklinge • 1994: Sternenschweif • 1996: Schatten über Riva

2008: Drakensang • 2010: Am Fluss der Zeit (Phileassons Geheimnis)

2012: Satinavs Ketten • 2012: Herokon Online • 2013: Memoria • 2013: Demonicon • 2014: Blackguards • 2015: Blackguards 2

Handyspiele • Browserspiele

Wolfgang Kuhlmann

Wolfgang Kuhlmann (* 19. Oktober 1939 in Kiel) ist ein deutscher Philosoph und Vertreter der Diskursethik.

Kuhlmann − aus dem Kieler Stadtteil Hasseldieksdamm stammend − wurde 1974 promoviert, habilitierte sich 1983, ist Schüler von Karl-Otto Apel und Kollege von Peter Rohs. Anschließend war er als Privatdozent für Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und von 1985 bis 1992 als Geschäftsführer sowie Herausgeber der Schriftenreihe im Forum für Philosophie Bad Homburg tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit gab es von 1987 bis 1991 eine Zusammenarbeit mit Eberhard Schnelle. 1989 wurde Kuhlmann apl. Professor an der Universität Frankfurt und 1992 Universitätsprofessor in Erfurt. Von 1993 bis 2005 lehrte Wolfgang Kuhlmann an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Universität Aachen

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In seiner Philosophie bejaht Kuhlmann die Möglichkeit einer Letztbegründung und bezieht eine universalistische Position. Speziell für die Diskursethik im Sinne Karl-Otto Apels wird von Wolfgang Kuhlmann der Anspruch einer Letztbegründung erhoben

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Joachim Christian Timm (Apotheker)

Joachim Christian Timm (* 7. Dezember 1734 in Wangerin; † 3. Februar 1805 in Malchin) war Ratsapotheker und Bürgermeister von Malchin.

Joachim Christian Timm wurde als Sohn des Tabakspinners und Krämers Matthias Ernst Timm (1704–1779) in Wangerin in Hinterpommern geboren. Er besuchte die Rektorschule zu Wangerin und begann ab Michaelis 1749 in seinem Geburtsort eine fünfjährige Lehre bei Apotheker Friedrich John, wo er anschließend ein Jahr als Gehilfe arbeitete. Die Wanderschaft führte Timm in den 1750er Jahren nach Mecklenburg. Bis 1757 konditionierte er beim Rostocker Arzt und Apotheker Dr. med. Wolff, später bei Hofapotheker Bracht in Rostock. Ende der 1750er Jahre kam Timm schließlich als Provisor nach Malchin zu Apotheker Georg Heinrich Krüger oder dessen Erben. 1760 wurde Timm Ratsapotheker in Malchin. 1771 wurde er zum Senator gewählt. An 1778 war Timm Zweiter, ab 1790 Erster Bürgermeister von Malchin. Mit seinem Tod endete in der altmecklenburgischen Landtagsstadt die Tradition, dass zeitgleich mehr als ein Bürgermeister die Geschicke der Stadt lenkte.

Als Apotheker interessierte ihn auch die Botanik. Eifrig sammelte er vornehmlich in der Gegend um Malchin Pflanzen aller Art mcm taschen sale, speziell auch Kryptogamen. 1788 erschien sein Werk „Florae megapolitanae Prodromus“, das er ganz nach seinem Vorbild, dem schwedischen Botaniker Carl von Linné, angelegt hatte

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. Professor Johannes Hedwig aus Leipzig benannte später eine Gattung Kryptogame nach ihm „Timmia“ und speziell ein von ihm bei Malchin (Mecklenburg) gefundenes Moos „Timmia Megapolitana“. Megapolitana steht hier für den Fundort Mecklenburg. Ein Berg auf dem arktischen Ellesmere Island wurde auf Betreiben des Timmia-Monografen Guy Brassard als „Mount Timmia“ nach ihm benannt.

Joachim Christian Timm war seit 1762 mit Anna Christine Elisabeth Witte (1743–1792) verheiratet, einer Kaufmannstochter aus Röbel. In der Ehe wurden zehn Kinder geboren, darunter die Söhne Joachim (1768–1801) und Hans Timm (1774–1852), die nacheinander als Ratsapotheker in Malchin die Nachfolge des Vaters antraten. Ein weiterer Sohn

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, Helmuth Timm (1782–1848), wurde Pastor in Groß Gievitz, später in Malchin.

Joachim Christian Timm gilt heute als Wegbereiter der modernen Botanik in Deutschland.

Agnes von Andechs

Agnes von Andechs (* um 1215; † vor 7. Jänner 1263) aus dem Hause Andechs-Dießen war Herzogin von Österreich und Steiermark (1230–1243) und Herzogin von Kärnten (1256–1263).

Als Tochter Herzog Ottos I. von Andechs-Meranien und der Beatrix von Burgund war sie die Erbin der Andechser Güter am unteren Inn (Neuburg und Schärding, seinerzeit Formbacher Besitzungen) und in Krain und der Windischen Mark (letztere stammten von den Weichselburgern). Sie war auch eine Urenkelin von Kaiser Friedrich Barbarossa.

1229 heiratete sie Friedrich, den Sohn Herzog Leopolds VI. von Österreich und Steiermark. Friedrich hatte soeben seine erste Frau Sophie von Ungarn verstoßen, die ihm keine Kinder geboren hatte

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, nannte sich in Anbetracht der Mitgift seiner neuen Gattin dominus Carniolae (Herr über Krain) und wurde 1230 Nachfolger seines verstorbenen Vaters in den Herzogtümern Österreich und Steiermark.

Agnes wurde bald in die kriegerischen Auseinandersetzungen ihres Mannes mit den Ungarn und auch dem Kaiser verwickelt und musste z. B. 1236 die Riegersburg gegen die eigenen Verwandten verteidigen; dabei geriet sie selbst in Gefangenschaft.

1238 sah die Lage schon anders aus. Man findet sie gemeinsam mit ihrem Onkel Berthold, Patriarchen von Aquileia, urkundend anlässlich der Besiedlung des Klosters Michelstetten/Velesovo (nö. Krainburg) durch Wiener Dominikanerinnen.

1243 musste sie bedauernd zur Kenntnis nehmen, dass Friedrich, wegen Kinderlosigkeit, die Scheidung von ihr hatte durchsetzen können.

1248 wurde für sie der Weg in eine zweite Ehe mit Ulrich von Spanheim geebnet, dem Sohn des Kärntner Herzogs Bernhard. Ab 1250 ist sie als Gemahlin Ulrichs (Herzog 1256-69) belegt; nun hatte sie diesem den Anspruch auf Krain und die Windische Mark zugebracht („Herr von Krain“). Die Gebiete am unteren Inn allerdings hatte Friedrich einbehalten. Mit Ulrich soll sie zwei Kinder gehabt haben, die allerdings früh verstorben sind. Sie selbst starb vor/um 1263 und ist in Sittich beigesetzt.

Ihre Mitgift, Krain und die Windische Mark, gelangte nach Ulrichs Tod so wie Kärnten an Przemysl Ottokar

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